Urologie
Die Klinik für Urologie der Allgemeinen Klinik verfügt derzeit über 10 Betten. Jährlich werden etwa 500 stationäre und zahlreiche ambulante Fälle versorgt. Der Stellenschlüssel umfasst einen Chefarzt, einen Oberarzt und drei Assistenzärzte.
Als akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Hamburg bilden wir Studenten im praktischen Jahr vor dem Staatsexamen aus. Die vollständige Weiterbildung von Ärzten bis zum Facharzt für Urologie erfolgt ebenfalls.
Wir verfügen über eine interdisziplinäre Wachstation, auf der eine Intensivüberwachung der Patienten nach großen Eingriffen möglich ist sowie eine anästhesiologisch geführte operative Intensivstation. Im Rahmen des Versorgungsauftrags werden alle modernen Untersuchungs- und Behandlungs-verfahren bei Erkrankungen des Harntraktes und der männlichen Geschlechtsorgane einschließlich der Zeugungsstörungen vorgenommen.
Ziel und Ausbildung
Wir bemühen uns intensiv um den Erhalt eines hohen Standards unter Berücksichtigung der aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnisse. Die enge Kooperation mit den niedergelassenen Urologen und den Hausärzten ist uns sehr wichtig. Sie bildet die Basis für die optimale Betreuung unserer Patienten.
Diagnostik
Zur Diagnostik aller Erkrankungen des gesamten Harntraktes sowie des männlichen Genitales stehen modernste Methoden und Geräte nach neuestem Stand zur Verfügung wie z. B.:
- Transabdominelle / transrektale Sonographie, Dopplersonographie für Niere, Blase, Prostata und Hoden
- Entfernung der Vorsteherdrüse durch Greenlight Lasertherapie.
- Urodynamik und Videourodynamik zur Diagnostik von Blasenentleerungsstörungen oder unwillkürlichem Urinverlust (Inkontinenz)
- Endoskopie (Urethrozystoskopie, Ureterorenoskopie) zur Beurteilung von Harnröhre, Blase, Harnleiter und Nierenbecken in Verbindung mit einem modernen digitalen Röntgenarbeitsplatz
- Abklärung von Erektionsstörungen
- Untersuchungen von Zeugungsstörungen (und bei Anwendung von künstlichen Fortpflanzungstechniken)
- Urin- und Serumdiagnostik bei Harnsteinpatienten.
Therapie urologischer Erkrankungen
Schwerpunkte der Behandlung bei bösartigen Erkrankungen des Harntraktes bilden operative Techniken und medikamentöse Therapieformen. Hierzu gehören gutartige und bösartige Geschwülste des gesamten Harntraktes, wie z. B. Geschwülste der Nieren, der Prostata und der Blase (unter Einschluss der Ersatzblasenbildung) sowie der Hoden, des Penis und seltener Tumoren des Retroperitoneums.
Es werden in großer Zahl alle gängigen Verfahren der Harnableitung beim Blasentumor durchgeführt. Im Rahmen der interdisziplinären Zusammenarbeit werden beim lokal begrenzten Prostatakarzinom die radikale retropubische Prostatektomie (über Bauchschnitt), die radikale perineale Prostatektomie (Dammschnitt), jeweils bei geeigneten Patienten mit der Möglichkeit des Potenzerhaltes (so genannte nervenerhaltende Prostatektomie) durchgeführt oder aber auch die schonende Operatinionstechnik mit GreenLight Lasertherapie.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die organerhaltende Tumorchirurgie beim Nierentumor. Mit Hilfe moderner laparoskopischer, minimalinvasiver Techniken werden diagnostische Eingriffe im Bauchraum (z. B. Hodensuche, Entfernung von Lymphknoten) und therapeutische Eingriffe zur operativen Therapie z. B. die Entfernung der Niere bei Nierentumoren, der Prostata beim Prostatakarzinom und plastisch rekonstruktive Eingriffe wie Nierenbeckenplastiken durchgeführt.
Ebenso finden operative Eingriffe zur Wiederherstellung der Zeugungsfähigkeit bei Männern, sowie endoskopische Operationen der Prostata, der Blase und auch des Harnleiters bzw. des Nierenbeckens (Ureterorenoskopie, perkutane Steinbehandlung) bei Tumoren und Harnsteinen statt. Mittels eines modernen Stoßwellengerätes erfolgt die berührungsfreie Zertrümmerung von Harnsteinen im gesamten Harntrakt.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Kinderurologie mit der Behandlung angeborener Fehlbildungen des Urogenitaltraktes. Bei der Therapie stehen hier rekonstruktive Operationsverfahren im Vordergrund.
Wir bieten Ihnen
- Ein junges, motiviertes Urologenteam
- Die Integration in den Klinikalltag, mit Teilnahme an den Tagesbesprechungen, an der Stationsversogung und im Operationsbereich
- Das Erlernen urologischer Untersuchungstechniken insbesondere der digital rektalen Untersuchung.
- Das Erlernen der Sonographie von Niere, Retroperitoneum, Blase, Hoden und die transrektale Sonographie.
- Das Erlernen der Einlage transurethraler und suprapubischer Katheter
- Die Durchführung kleinerer Eingriffe unter Anleitung
- Teilnahme am Bereitschaftsdienst
Chefarzt
Rüdiger Gleichmann
Facharzt für Urologie
Zusatzbezeichnung:
Medikamentöse
Tumortherapie

