Ärztliche Fort- und Weiterbildung
Fortbildung
Wöchentlich findet eine offene interne Fortbildung statt, die sowohl von externen Referenten als auch von den Mitarbeitern des Hauses gestaltet wird. Die Assistenten der Einrichtung präsentieren ebenfalls regelmäßig eigene Vorträge. Die Themen sollen akutneurologische, rehabilitative und sozialmedizinische Aspekte abdecken, wobei Fallvorstellungen betreuter Patienten ausdrücklich erwünscht sind. Möglichst einmal im Quartal sollen Vorträge von fachübergreifender Thematik im Rahmen eines Neurorehabilitativen Kolloquiums stattfinden, zu denen auch die Therapeuten eingeladen werden. Die interne Fortbildung ist generell für die niedergelassenen Kollegen des Kreises offen. Der Fortbildungsplan ist im Intranet veröffentlicht.
Wöchentlich findet eine radiologische Fortbildung durch den Chefarzt des NZ statt.
Die Teilnahme an externen Fortbildungen und Kongressen wird gefördert. Im Schulungsplan der Ärzte sind regelmäßig wiederkehrende Kurse/Kongresse aufgeführt, die abhängig vom Ausbildungsstand des jeweiligen Assistenten wahrgenommen werden sollen.
Weiterbildung
Die Weiterbildung zum neurologischen Facharzt richtet sich inhaltlich nach den Vorgaben der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Schleswig-Holstein (WBO vom 15.06.2005 in der Fassung vom 30.01.2008 – in Kraft getreten am 04.03.2008 (Satzungsänderung)).
Die Weiterbildung nach abgeschlossener ärztlicher Ausbildung und Erteilung der Erlaubnis zur Ausübung der ärztlichen Tätigkeit erfolgt im neurologischen Zentrum in strukturierter Form, um im Gebiet der Neurologie die Qualifikation als Facharzt zu erreichen.
In der Regel beginnt das Curriculum für einen Berufsanfänger mit der Tätigkeit als Stationsarzt auf einer allgemeinen neurologischen Rehabilitationsstation. Ziel dieses ersten Ausbildungsabschnittes ist es, Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten in der stationären und rehabilitativen Versorgung neurologischer Patienten zu erlangen. Der erste Abschnitt dient weiterhin der Vertiefung, der im Studium erworbenen Kenntnisse neurologischer Krankheitsbilder, deren Diagnose und Therapie. Durch die Bildung von Schwerpunktstationen im Rehabilitationsbereich (MS, Parkinson, juveniler Schlaganfall), die im Rahmen der Rotation durchlaufen werden, ist durch die oberärztliche Supervision für die jeweiligen Erkrankungsbilder eine qualifizierte, leitliniengerechte Diagnostik und Therapie auf dem aktuellen wissenschaftlichen Stand gewährleistet.
Begleitend sollen Kenntnisse in der EEG-Befundung erworben werden. Diese erfolgen durch interne Weiterbildungen im Rahmen der Befundbesprechung (2x wöchentlich), sowie durch die Teilnahme an einem externen spezifischen Kurs (vorzugsweise Potsdam). Ebenfalls sollen im Rahmen des ersten Weiterbildungsabschnittes erste Kenntnisse der neurologischen Funktionsdiagnostik (evozierte Potentiale, EMG, NLG) gewonnen werden. Im Rahmen einer monatlichen internen Fortbildungsveranstaltung sollen in diesem Abschnitt Kenntnisse über Indikationen, diagnostische Bedeutung und praktische Anwendung der o.g. Methoden vermittelt werden.
Alternativ ist insbesondere für Weiterbildungsassistenten mit beruflicher Vorerfahrung in der Neurologie der Beginn in der Akutneurologie möglich.
An diesen ersten Abschnitt schließt sich in der Regel die Rotation in die neurologische Funktionsdiagnostik an. Ziel dieses Weiterbildungsabschnittes ist der Erwerb der notwendigen Kenntnisse der neurologischen Funktionsdiagnostik (Doppler-/Duplexsonographie, EMG, ENG, evozierte Potentiale) durch eigenständige Anwendung der genannten Methoden. Die enge interne ober- bzw. chefärztliche Supervision wird durch die Teilnahme an externen Weiterbildungsmaßnahmen ergänzt. Im Bereich der Neurosonologie ist dabei fest die Teilnahme an einem Ultraschallkurs in Berlin, der 2x /Jahr angeboten wird, vorgesehen. Im Bereich der Elektrophysiologie ist die Teilnahme am Richard-Jung-Kolleg vorgesehen.
Im Anschluss an die Funktionsarztzeit schließt sich in der Regel - falls noch nicht erfolgt - eine Tätigkeit auf der neurologischen Akutstation/ Stroke Unit an. Dabei sollen die erworbenen Kenntnisse der neurologischen Funktionsdiagnostik und der Therapie selbständig unter oberärztlicher Supervision im Rahmen der Versorgung akutneurologischer Patienten angewandt werden.
Der Erwerb von Kenntnissen in der intensivmedizinischen Versorgung insbesondere neurologischer und neurochirurgischer Patienten erfolgt in der Regel in einem letzten Weiterbildungsabschnitt durch Rotation auf die Abteilung für Frührehabilitation des Hauses.
Abschließend zur Vorbereitung auf die Facharztprüfung erfolgt in der Regel die Freistellung zur Teilnahme am Intensivkurs Neurologie der Ärztekammer Schleswig-Holstein.
Die zum Erwerb der Facharztqualifikation notwendige einjährige psychiatrische Tätigkeit muss in einer Klinik mit der entsprechenden Weiterbildungsermächtigung durchgeführt werden. Dieses Jahr kann sich entweder an das oben beschriebene Curriculum anschließen oder dieses unterbrechen.

