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Notfall-Rufnummer
04551 / 801-1100

Während Sie schlafen, passen wir gut auf Sie auf

Herzkranke Menschen benötigen eine besonders intensive Überwachung während der Narkose, schließlich wird am „Motor des Lebens“ gearbeitet. Zuständig bei uns ist die Abteilung Cardioanästhesie des Herzzentrums. Die Ärzte sind für diese belastenden Eingriffe an meist älteren Patienten speziell ausgebildet und überwachen die verschiedenen Organsysteme während der Operationen. Dazu stehen moderne Monitore und Messcomputer zur Verfügung, die dem Anästhesisten zu jedem Zeitpunkt online die Messwerte anzeigen. Zur Bestimmung der Narkosetiefe werden mit einem speziellen EEG-Gerät die Hirnströme überwacht, so dass eine zu tiefe und oberflächliche Anästhesie sicher vermieden wird. Oft wird zusätzlich eine Echosonde in die Speiseröhre eingeführt. Mit diesem Bild gebenden Verfahren kann der Anästhesist die Herzleistung und die Herzklappenfunktionen beurteilen.

Großen Wert legen wir auf das Vorgespräch mit unseren Patienten, da nur  umfassende Information und Aufklärung über alle Vorgänge das notwendige Vertrauen schaffen. Am Tag vor der Operation wird Sie deshalb der Anästhesist aufsuchen, um mit Ihnen das Aufklärungsgespräch zu führen.
  
BLUTTRANSFUSION

Der Blutverlust bei Herzoperationen ist relativ gering. In bestimmten Fällen ist jedoch eine Transfusion von Blut oder Blutbestandteilen notwendig. Hierbei sind das Alter des Patienten, seine Begleiterkrankungen, die Art des Eingriffs sowie die Dauer der Operation entscheidend. Auch die medizinisch notwendige Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten bis zum OP-Termin macht eine Transfusion von Blut oder Blutbestandteilen zeitweise unumgänglich.

Selbstverständlich bemühen wir uns um blutsparende Maßnahmen, um eine Fremdbluttransfusion zu vermeiden. Hierzu gehört der Einsatz bestimmter Medikamente, das Herstellen einer Eigenblutkonserve unmittelbar nach OP-Beginn, der Einsatz des sog. Cell-savers und die Hämofiltration. Wenn der Operationstermin aus medizinischer Indikation aufgeschoben werden kann, ist es auf Wunsch des Patienten möglich, eine Eigenblutspende vor Operation durchführen zu lassen. Die Zeitspanne vor der Operation beträgt mindestens 4 Wochen.

Ebenfalls werden Patienten, die aus religiösen Gründen (Zeugen Jehovas) oder aber aus bestimmten persönlichen Erwägungen eine Fremdbluttransfusion strikt ablehnen, in unserer Klinik operiert. Fremdblutsparende Maßnahmen kommen in diesen Fällen verstärkt zum Einsatz. Die Gabe von Fremdblut oder fremder Blutbestandteile findet bei diesen Patienten nicht statt.


Chefarzt Cardioanästhesie
Dr. med. <br /> Günther Mokrohs<br />
Dr. med.
Günther Mokrohs
Facharzt für Anästhesie und Intensivmedizin
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