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Notfall-Rufnummer
04551 / 801-1100

Die Neurologisch-Neurochirurgische Rehabilitation

Ist der neurologische Patient bei Bewusstsein und kann aktiv an Therapiemaßnahmen mitarbeiten, kommt er in unsere weiterführende Rehabilitation am Naherholungsgebiet Ihlsee. Dort werden auf insgesamt fünf Stationen Patienten der Phasen C und D (BAR) behandelt. Kinder können bei ihren Eltern untergebracht werden.


Erlangung beruflicher Fähigkeiten steht im Fokus


Erkrankungen des Nervensystems sind häufig mit Lähmungen, Ausfällen des Körperempfindens, Gedächtnisstörungen, Wesensveränderungen, Schwierigkeiten beim Denken und Konzentrationsproblemen verbunden. Oft ist eine Körperhälfte gelähmt, das Sprechen funktioniert nicht mehr. Daher arbeiten die Ärzte unseres Neurologischen Zentrums eng mit Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden und Neuropsychologen zusammen. Sie helfen den Patienten, alltägliche Handgriffe wieder allein zu bewältigen und möglichst selbst bestimmt weiterzuleben. Bei der Anschlussrehabilitation steht die Wiedererlangung der beruflichen Fähigkeiten im Vordergrund.

Grundlage der Rehabilitation ist ein ganzheitliches, alle therapeutischen Berufsgruppen einbeziehendes bio-psycho-soziales Konzept. Neben den festgestellten funktionellen Defiziten und Fähigkeitsstörungen werden Aspekte wie das Bestehen  anderer Krankheiten und Risikofaktoren, eine gesundheitsbewusste Lebensführung, Krankheitsbewältigung sowie eine mögliche psychosoziale Belastung berücksichtigt. Der gemeinsam mit jedem Patienten erstellte individuelle Rehabilitationsplan hat das Ziel, den Patienten wieder in sein soziales und berufliches Umfeld zu integrieren und seine Lebensqualität wiederherzustellen.


Das Behandlungsspektrum erstreckt sich  auf die folgenden Erkrankungsbilder:

  • Gefäßabhängige (d.h. ischämische und hämorrhagische) Erkrankungen von Gehirn und Rückenmark
  • Zustand nach Operation an den extra- und intrakraniellen hirnversorgenden Gefäßen oder nach Operation/Strahlenbehandlung eines Tumors des Gehirns oder Rückenmarks

  • Parkinson und andere extrapyramidale Bewegunsstörungen
  • Entzündliche Erkrankungen von Gehirn und Rückenmark (einschließlich Multipler Sklerose und anderer demyelinisierender Erkrankungen)
  • Zustand nach Schädel-Hirn-Verletzungen oder nach Verletzungen des Syringomyelie
  • Hypoxische Hirnschädigung nach Sauerstoffmangel
  • Traumatische, entzündliche (z.B. Guillain-Barré-Syndrom) oder ansonsten erworbene Läsionen des Motoneurons, der Nervenwurzel, des Plexus oder des peripheren Nerven
  • Nichtentzündliche, z.B. toxische, metabolische, hereditär-degenerative (Poly-) Neuropathiesyndrome und neuromuskuläre Erkrankungen (z.B. amyotrophe Lateralsklerose)
  • Epileptische und nicht epileptische Anfallsleiden (z.B. Narkolepsie)
  • Degenerative, metabolische und toxisch erworbene Erkrankungen des Gehirns und des Rückenmarks, spino-zerebelläre Erkrankungen
  • Neuro-otologische Erkrankungen, chronische Schmerzsyndrome (z.B. chronischer Kopfschmerz, Migräne) und Polymyalgia Rheumatica, hereditäre und erworbene Myopathien
  • Operativ oder konservativ vorbehandelte Bandscheibenerkrankungen mit neurologischer Symptomatik.