Heilung für spezielle Baucherkrankungen
Patienten mit abdominellen Beschwerden werden zur Diagnostik und Therapie auf unserer spezialisierten Viszeralstation aufgenommen.
In interdisziplinären Visiten und Fallbesprechungen wird der beste und schnellste Behandlungsweg festgelegt. So werden bei einer akuten Gallenerkrankung durch die nicht-invasive Sonographie das Ausmaß der Entzündung und die Lage der Gallensteine festgestellt und diese durch eine direkte Gallenwegsspiegelung (ERC) auf endoskopischem Weg entfernt. Im Anschluss wird die Gallenblase häufig minimal-invasiv durch den Chirurgen herausgenommen.
Die Behandlung chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen ist in den meisten Fällen konservativ durch sehr wirksame Medikamente möglich. In Einzelfällen kann es jedoch zu Komplikationen kommen, die dann endoskopisch (erreichbare Stenosen) oder operativ (Fisteln, Abszesse, nicht erreichbare Stenosen) behandelt werden müssen – wenn möglich mit minimal-invasiven Verfahren.
Zusammenarbeit mit verschiedenen Tumorzentren
Gastrointestinale Tumore und ihre Vorläuferstufen kommen häufig vor und verlangen eine präzise Diagnostik und genau abgestimmte Therapie. So können gutartige Läsionen in allen Bereichen des Magen-Darm-Trakts endoskopisch behandelt werden. Oberflächliche bösartige Tumore können vollständig behandelt werden. Fortgeschrittene Erkrankungen werden primär oder sekundär nach vorheriger Chemo- oder Radiochemotherapie operativ behandelt. Die Festlegung der jeweiligen Behandlungsstrategie erfolgt nach Einzelfallentscheidung in einem interdisziplinären Tumorboard der Uniklinik Schleswig-Holstein Campus Lübeck. Nach großen chirurgischen Eingriffen werden die Patienten postoperativ auf der interdisziplinären Intensivstation überwacht und behandelt. Falls erforderlich, kann die onkologische Nachbehandlung hier im Hause durchgeführt werden.

