Volle Fort- und Weiterbildungsberechtigungen

Im Neurologischen Zentrum haben Sie die Möglichkeit, im vollen Umfang Ihre Ausbildung in Innerer Medizin und Neurologie zu absolvieren.

Fortbildung

Wöchentlich findet eine offene interne Fortbildung statt, die sowohl von externen Referenten als auch von den Mitarbeitern des Hauses gestaltet wird. Die Assistenten der Einrichtung präsentieren ebenfalls regelmäßig eigene Vorträge. Die Themen sollen akutneurologische, rehabilitative und sozialmedizinische Aspekte abdecken, wobei Fallvorstellungen betreuter Patienten ausdrücklich erwünscht sind. Möglichst einmal im Quartal sollen Vorträge von fachübergreifender Thematik im Rahmen eines Neurorehabilitativen Kolloquiums stattfinden, zu denen auch die Therapeuten eingeladen werden. Die interne Fortbildung ist generell für die niedergelassenen Kollegen des Kreises offen. Der Fortbildungsplan ist im Intranet veröffentlicht.

Wöchentlich findet eine radiologische Fortbildung durch den Chefarzt des Neurologischen Zentrums statt. Alle zwei Jahre bieten wir Wochenendseminare zur funktionellen und vaskulären Neuroanatomie an. Die nächste Veranstaltung findet statt vom 07.-09. Juni 2013. Die Teilnahme an externen Fortbildungen und Kongressen wird gefördert. Im Schulungsplan der Ärzte sind regelmäßig wiederkehrende Kurse/Kongresse aufgeführt, die abhängig vom Ausbildungsstand des jeweiligen Assistenten wahrgenommen werden sollen.

Weiterbildung

Die Weiterbildung zum neurologischen Facharzt richtet sich inhaltlich nach den Vorgaben der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Schleswig-Holstein (WBO vom 15.06.2005 in der Fassung vom 30.01.2008 – in Kraft getreten am 04.03.2008 (Satzungsänderung)).

Die Weiterbildung nach abgeschlossener ärztlicher Ausbildung und Erteilung der Erlaubnis zur Ausübung der ärztlichen Tätigkeit erfolgt im Neurologischen Zentrum in strukturierter Form, um im Gebiet der Neurologie die Qualifikation als Facharzt zu erreichen.  Im Rahmen der „Evaluation der Weiterbildung in Deutschland“, einem gemeinsamen Projekt der Bundes- und Landesärztekammern, der die Weiterbildungsassistenten zur Qualität der Ausbildung befragt, schnitt bei der Erfassung in 2011 unser Neurologisches Zentrum mit einer Globalbewertung „Neurologie“ von 2,1 deutlich besser als der Landes- (2,7) und Bundesdurchschnitt (2,6) ab. Besonders gut wurden wir in den Bereichen „Lernkultur“ (1,6) bewertet. 

In der Regel beginnt das Curriculum für einen Berufsanfänger mit der Tätigkeit als Stationsarzt auf einer allgemeinen neurologischen Rehabilitationsstation. Ziel dieses ersten Ausbildungsabschnitts ist es, Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten in der stationären und rehabilitativen Versorgung neurologischer Patienten zu erlangen. Der erste Abschnitt dient weiterhin der Vertiefung, der im Studium erworbenen Kenntnisse neurologischer Krankheitsbilder, deren Diagnose und Therapie. Durch die Bildung von Schwerpunktstationen im Rehabilitationsbereich (MS, Parkinson, juveniler Schlaganfall), die im Rahmen der Rotation durchlaufen werden, ist durch die oberärztliche Supervision für die jeweiligen Erkrankungsbilder eine qualifizierte, leitliniengerechte Diagnostik und Therapie auf dem aktuellen wissenschaftlichen Stand gewährleistet. 

Begleitend sollen Kenntnisse in der EEG-Befundung erworben werden. Diese erfolgen durch interne Weiterbildungen im Rahmen der Befundbesprechung (zweimal wöchentlich), sowie durch die Teilnahme an einem externen spezifischen Kurs (vorzugsweise in Potsdam). Ebenfalls sollen im Rahmen des ersten Weiterbildungsabschnitts erste Kenntnisse der neurologischen Funktionsdiagnostik (evozierte Potenziale, EMG, NLG) gewonnen werden. Im Rahmen einer monatlichen internen Fortbildungsveranstaltung sollen in diesem Abschnitt Kenntnisse über Indikationen, diagnostische Bedeutung und praktische Anwendung der o.g. Methoden vermittelt werden. Alternativ ist insbesondere für Weiterbildungsassistenten mit beruflicher Vorerfahrung in der Neurologie der Beginn in der Akutneurologie möglich.

Kenntnisse in der Funktionsdiagnostik

An diesen ersten Abschnitt schließt sich in der Regel die Rotation in die neurologische Funktionsdiagnostik an. Ziel dieses Weiterbildungsabschnitts ist der Erwerb der notwendigen Kenntnisse der neurologischen Funktionsdiagnostik (Elektrophysiologie mit EMG, ENG und evozierte Potentiale sowie Neurosonologie mit Doppler- und Duplexsonographie sowie Parenchymsonographie) durch eigenständige Anwendung der genannten Methoden. Die enge interne ober- bzw. chefärztliche Supervision wird durch die Teilnahme an externen Weiterbildungsmaßnahmen ergänzt. Im Bereich der Elektrophysiologie besteht die Möglichkeit der Teilnahme am Richard-Jung-Kolleg. In der Neurosonologie ist die Teilnahme an einem Ultraschallkurs an der Charité in Berlin, der zweimal jährlich angeboten wird, integraler Bestandteil der Ausbildung.  Prof. Valdueza besitzt mit der DEGUM III Zertifizierung die höchste Qualitätsstufe in der Anwendung neurologischer Ultraschallverfahren und ist als Ausbilder, Ausrichter von Ultraschallkursen (Kurs 2016, Kurs int.2016) und Buchautor national sowie international ausgewiesen (lesen Sie hier auch die Buchrezensionen Review - European J of Ultrasond 2009 und Review - Archives Neurol 2010). Zur Vertiefung der Ultraschallausbildung wird unser Ultraschalllabor regelmäßig auch von Kolleginnen und Kollegen aus dem In- und Ausland (seit 2009 insgesamt 17 Gäste) zumeist für einen Zeitraum von 4 bis 6 Wochen aufgesucht. Mehr Informationen zu Veranstaltungen in diesem Bereich sowie insgesamt im Neurologischen Zentrum lesen Sie unter Veranstaltungen für Ärzte. 

Fortbildung auf der Akutstation

Im Anschluss an die Funktionsarztzeit schließt sich in der Regel - falls noch nicht erfolgt - eine Tätigkeit auf der neurologischen Akutstation/ Stroke Unit an. Dabei sollen die erworbenen Kenntnisse der neurologischen Funktionsdiagnostik und der Therapie selbständig unter oberärztlicher Supervision im Rahmen der Versorgung akutneurologischer Patienten angewandt werden.

Der Erwerb von Kenntnissen in der intensivmedizinischen Versorgung insbesondere neurologischer und neurochirurgischer Patienten erfolgt in der Regel in einem letzten Weiterbildungsabschnitt durch Rotation auf die Abteilung für Frührehabilitation im Neurologischen Zentrum. Abschließend zur Vorbereitung auf die Facharztprüfung erfolgt in der Regel die Freistellung zur Teilnahme am Intensivkurs Neurologie der Ärztekammer Schleswig-Holstein.

Die zum Erwerb der Facharztqualifikation notwendige einjährige psychiatrische Tätigkeit muss zurzeit noch in einer Klinik mit der entsprechenden Weiterbildungsermächtigung durchgeführt werden. Dieses Jahr kann sich entweder an das oben beschriebene Curriculum anschließen oder dieses unterbrechen.  In den Jahren 2010 und 2011 konnten je drei Kolleginnen und Kollegen die Facharztprüfung erfolgreich abschließen.

Den detaillierten Ablauf der Weiterbildungscurricula finden Sie hier: