Hüftendoprothese – wenn nichts mehr geht

Ist der Gelenkverschleiß durch Arthrose im Hüftgelenk weit fortgeschritten, empfiehlt sich eine Hüftendoprothese, um schmerzfrei ein Stück Lebensqualität zurückzuerlangen.

Eine Hüftprothese ist das letzte Mittel, wenn es um die Wiederherstellung Ihrer Gesundheit geht. Wenn Schmerzen nicht mehr durch konservative Behandlungsverfahren zu lindern sind (Verschleiß des Gelenkknorpels) und Beweglichkeit sowie Funktionalität eingeschränkt sind (zunehmende Versteifung des Hüftgelenks), empfehlen wir Ihnen den Einsatz einer Hüftendoprothese.

Ein künstliches Hüftgelenk

Je nach Ausprägung und Krankheitsgrad können verschiedene Typen von Hüftprothesen zum Einsatz kommen. Ziel dabei ist es, so wenig Knochenmaterial wie möglich während der Hüftoperation zu entfernen. Im Allgemeinen werden für orthopädische Zwecke bei Hüftendoprothesen Metalle, Polymere und Keramik verwendet. Die Prothese besteht in der Regel aus einem Schaft, der in dem Oberschenkel verankert wird, einer Hüftkopfkomponente, die auf dem erhaltenen Knochen oder auf dem Hüftschaft verankert wird und einer Hüftpfannenkomponente. Die Vor- und Nachteile und welche am besten für Sie geeignet ist, bespricht Ihr Operateur mit Ihnen.

Die Operation

Bereits vor der Operation können Sie Dinge tun, um Ihre Genesung erfolgreicher zu gestalten. Bleiben Sie aktiv! Untersuchungen zeigen, dass Patienten sich schneller regenerieren, wenn sie vorher in Bewegung waren. Bewegen Sie sich also, Schwimmen oder Gehen Sie, bleiben Sie bei Kräften. Der angenehme Nebeneffekt dabei, Sie behalten Ihr Gewicht im Auge.
Der Hüftgelenkersatz ist zu einer Routine-OP geworden und dauert in der Regel 45 bis 90 Minuten. Sie können zwischen einer Vollnarkose oder einer anderen Narkoseform wählen, bei der nur die untere Körperhälfte betäubt wird. Ihr Operateur wählt zwischen einer zementierten, einer zementfreien oder einer Hybrid-Prothese, die aus einer Kombination von beidem besteht. Auch das wird vorher mit Ihnen besprochen.

Nachbehandlung

Über den Operationserfolg entscheidet auch, wie intensiv Sie ihre krankengymnastischen Übungen täglich durchführen. Schon während des Klinikaufenthalts erhalten Sie von Ihrem Physiotherapeuten ein Übungsprogramm. Es wird Ihnen helfen, Ihre Muskeln zu kräftigen und die Gelenke beweglich zu halten.

Wenn Sie nach Hause zurückkehren werden Sie in der ersten Zeit Hilfe im Haushalt und beim Einkaufen brauchen. Autofahren wird einige Zeit nicht möglich sein. Zurück ins Arbeitsleben wird erst in 4-8 Wochen nach der OP der Fall sein. Sport und Aktivitäten kommen nur in Frage, wenn die Belastung den langfristigen Erfolg ihres Gelenkes nicht gefährdet, also keine extremen Belastungen.