Mehr Patientensicherheit, mehr Patientenservice mit dem Manchester-Triages-System (MTS)

In akuten Notfällen ist schnelle Hilfe notwendig. Mit dem Einsatz von MTS unterscheiden wir lebenswichtige von einfachen Notfällen und erhöhen damit die Patientensicherheit.

Krankenwagen mit Blaulicht

Das MTS ist ein international standardisiertes Verfahren zur frühen und klaren Einschätzung von lebenswichtigen und einfachen Notfällen in kurzer Zeit. Der Begriff stammt aus der Militärmedizin und bezeichnet die ethisch schwierige Aufgabe, wie etwa bei einem Massenunfall die begrenzten Ressourcen auf Kranke und Verletzte aufzuteilen sind. Entwickelt und eingeführt wurde es 1995 von Fachärzten der Notfallmedizin und Fachpflegekräften der Notfallpflege  in der britischen Stadt Manchester. Etwa 10 Prozent der Notaufnahmen in deutschen Kliniken arbeiten heute mit dem MTS.

Manchester-Triage-System.

Das MTS läuft nach klaren Kriterien ab. Nach dem der Patient sich angemeldet hat, wird er in der Notaufnahme der Allgemeinen Klinik in einem Sichtungsraum umgehend von unserem speziell geschulten Fachpersonal nach international standardisierten Kriterien befragt und untersucht. Der Sichtungsbogen ist farblich in vier Stufen markiert. Grün bedeutet weniger dringend, Blau, Rot und Gelb erfordern umgehend den diensthabenden Arzt, bzw. räumen ihm 15-30 Minuten Zeit bis zum Patientenkontakt ein. Der eingesetzte Arzt ist so unmittelbar über die Dringlichkeit der Behandlung informiert.

Wir können damit zuverlässig gewährleisten, dass jeder Patient nach seinen Bedürfnissen und in der notwendigen Zeit erkannt und der ärztlichen Behandlung zugeführt wird. So wird die Notfallversorgung der Patienten verbessert und die Brisanz langer Wartezeiten entschärft.