Hilfe ohne Nebenwirkungen mit Botulinumtoxin

Botulinumtoxin ist ein hochpotentes Nervengift und wird zur Behandlung von krankhaften Muskeltonuserhöhungen eingesetzt.

Patientin bei einer Botulinumtoxin-Behandlung

Der Vorteil gegenüber anderen tonussenkenden Medikamenten besteht in der genauen Lokalisierbarkeit der Anwendung, d.h. Botulinumtoxin wird nur in die betroffenen Muskeln gespritzt, ohne dass Nebenwirkungen in anderen Körperregionen zu erwarten sind. Im Normalfall handelt es sich um eine langfristige Therapie, die ca. alle 3 Monate wiederholt werden muss. 

Verbesserte Bewegung dank Botulinumtoxin

Bei spastischer Muskeltonuserhöhung, wie z.B. nach Schlaganfall oder bei Multipler Sklerose, erfolgt die Anwendung entweder unter pflegerischen oder unter funktionell-restorativen Gesichtpunkten, z.B. zur Verbesserung der Handfunktion oder des Gehens. Die Behandlung sollte immer mit übenden Therapieverfahren (Ergotherapie, Physiotherapie) kombiniert werden. Für Patienten des Neurologischen Zentrums besteht die Möglichkeit einer Botulinumtoxin-Behandlung vor oder auch nach einem stationären Aufenthalt in der Spastiksprechstunde.

Bei dystonen Muskeltonuserhöhungen, wie z.B. bei einem Torticollis spasmodicus (Schiefhals) oder Blepharospasmus, ist in der Regel eine ambulante Behandlung in der Sprechstunde für Bewegungsstörungen bei dem Leitenden Oberarzt, Prof. Dr. Björn Hauptmann, ausreichend.

Zur Terminvereinbarung oder bei anderen Fragen wenden Sie sich bitte telefonisch an das Sekretariat 04551-802-5801.