Förderung kognitiver Leistungsfähigkeit durch Ergotherapie

Ziel der Ergotherapie ist die Wiederherstellung der motorischen Fähigkeiten und eines Leistungsvermögens, das es erlaubt, wieder in seinen Alltag zurückzukehren.

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Hauptzielsetzung ist die Förderung von Aktivitäten alltäglicher Lebensführung (sog. AdL-Training, einschl. Körperhygiene- und Anziehtrainings) sowie des berufsrelevanten motorischen und kognitiven Leistungsvermögens. Dies geschieht einmal durch eine funktionelle Übungsbehandlung, die z.B. die Verbesserung der feinmotorischen Fertigkeiten der Hand, das Training von Sensibilität und Wahrnehmung, aber auch die positive Beeinflussung von Störungen der Handlungs- oder Bewegungssequenzierung zum Gegenstand hat. Hier wird besonderes Augenmerk auf die Anwendung repetitiver symptom- und aufgabenorientierter Trainingsstrategien gelegt. So kommen modernste, auf neurowissenschaftlichen Grundlagen basierende und – vor allen Dingen – wissenschaftlich evaluierte Therapien zum Einsatz, wie:

  • Spiegeltherapie als Einzeltraining
  • Schädigungs- und aufgabenorientiertes Training (Impairment-Orientated Therapy, IOT)
  • Forced-use-Trainingsgruppe (Constraint-Induced Therapy, CIT).
  • Unterstützt werden diese neuen Therapieverfahren durch gerätespezifische Therapien, wie den Bi-manu-Track™ oder ARMEO™.
  • transkranielle Gleichstrom- und Magnetstimulation für ausgewählte Patienten

Erprobung in realer Arbeitswelt

Zum anderen wird der Umgang mit Gegenständen des Alltags (Schreibmaschine, PC, Kochherd, Kaffeemaschine etc.) geübt. Aufgabe der Ergotherapie ist es weiter, bei der Verbesserung kognitiver Funktionen mitzuwirken, dies in enger Kooperation mit den Neuropsychologen. Dies schließt auch computerassistierte Rehabilitationsstrategien ein.
Im Neurologischen Zentrum stehen im Bereich der Ergotherapie eine Holz- und Metallwerkstatt und die Möglichkeit des PC-Trainings zur Verfügung. Dies ermöglicht ein Training ebenso wie eine Erprobung der physischen und kognitiven Leistungsfähigkeit in einer der realen Arbeitswelt ähnlichen Atmosphäre (Belastungserprobung, berufliche Readaptation). Dabei wird die individuelle Ausbildungs- und Berufsbiographie des Patienten bei der Auswahl der Trainingsinhalte ebenso wie bei der sich ergebenden Leistungsbeurteilung zugrunde gelegt. Die zur Verfügung stehende Übungsküche wird sowohl seitens der Ergotherapie als auch seitens der Ernährungsberatung genutzt.