Allgemeine KlinikUrologie

Schonende Operationsverfahren in der Klinik für Urologie

Besonders mit der GreenLight Technologie wird den Patienten in der Klinik für Urologie in Bad Segeberg nachhaltig geholfen.

Wir über uns

Die Ärzte unserer Klinik für Urologie behandeln alle urologischen und uro-onkologischen Krankheitsbilder der Niere, der ableitenden Harnwege sowie der männlichen Geschlechtsorgane bei Kindern und Erwachsenen. Dabei reicht das Spektrum der Erkrankungen von Funktionsstörungen über akute Verletzungen und Entzündungen bis zu komplexen Fehlbildungen und Krebsleiden. Ein Schwerpunkt ist die besonders schonende Lasertherapie. Mit GreenLight HPS Laser wird beispielsweise bei einer vergrößerten Prostata überflüssiges Gewebe unblutig verdampft. Zudem steht ein moderner Holmium-Laser zur endoskopischen Ausschälung der Prostata (HoLEP) und die effektive Nieren- und Harnleitersteinbehandlung zur Verfügung.

Schonende Operationen

Zur Diagnosestellung einer Erkrankung stehen in der Klinik für Urologie Ultraschall, Röntgen, Computer- und Kernspintomographie der modernsten Generation zur Verfügung. Nahezu alle operativen Eingriffe an den urologischen Organen Niere, Harnleiter und Blase, Prostata, Harnröhre, Hoden und Penis können wir offen chirurgisch, endoskopisch oder laparoskopisch durchführen. Wir versuchen möglichst schonend zu operieren. Ein Schwerpunkt ist daher die minimal-invasive Chirurgie. Nur drei, vier winzige Schnitte erfordert zum Beispiel eine laparaskopische Nierenbeckenplastik. Die Vorteile dieses Verfahrens: weniger Wundschmerzen, kleine Narben und ein kürzerer Aufenthalt in der Klinik.

Leistungsspektrum

Routine und modernste Operationsmethoden sind Basis unseres Leistungsspektrums

Unser Ärzteteam verfügt über fundierte Erfahrung und Routine bei der Behandlung urologischer und uro-onkologischer Krankheitsbilder.

Eingriffe, wie die Entfernung von Niere, Blase und Prostata, führen wir hier an der Klinik für Urologie in Bad Segeberg durch. Unser Leistungs- und Behandlungsspektrum beinhaltet darüber hinaus rekonstruktive Eingriffe und schonende Verfahren mit Ultraschall und Lasertechnologie:

  • Operationen an der Prostata: endoskopische Entfernung der Vorsteherdrüse durch die  Harnröhre (TUR-P, „Hobelung“, Laserenukleation (HoLEP) und GreenLight-Lasertherapie), offen chirurgische Entfernung bei sehr großen gutartigen Vergrößerungen und die komplette Entfernung bei Prostatakrebs (radikale Prostatektomie). 
  • Eingriffe an den äußeren Genitalien wie Beschneidung, Erweiterungsplastik, Sterilisation, Hoden- und Nebenhodenentfernung, Hodentumorentfernung durch Leistenschnitt, Leistenhodenoperation, Krampfaderbehandlung am Hoden (Varikozelenverödung oder laparoskopisch), Implantation einer Hodenprothese, Aufrichtungsoperationen am Penisschaft, Operationen bei Peniskarzinom, Entfernung von Wasserbruch und Nebenhodenzysten. 
  • Einfache Nierenentfernung bei gutartigen Veränderungen, Tumornierenentfernung (radikale Nephrektomie), Tumorentfernung aus der Niere, Nierenzystenabtragung (überwiegend laparoskopisch), Nierenbeckenerweiterung (Nierenbeckenplastik) bei Harnleiterabgangsengen. 
  • Operationen an der Harnblase: endoskopisch transurethral durch die Harnröhre (Zertrümmerung von Blasensteinen, Entfernung von Blasentumoren) und offen chirurgisch bei der Entfernung von gutartigen Blasenwandveränderungen (Divertikeln, Fisteln) sowie die Entfernung der ganzen Blase bei bösartigen Erkrankungen mit verschiedenen Harnableitungen (Darmersatzblase etc.) 
  • Nieren- oder Harnleitersteine: Zertrümmerung und Entfernung durch Harnleiterspiegelung (URS) mit Laser, Ultraschall oder pneumatischen Lithotriptoren; Entfernung von Nierensteinen durch Spiegelung der Niere durch die Haut (perkutane Nierensteinentfernung); Zertrümmerung von Nierensteinen von außen (ESWL) und die laparoskopische oder herkömmliche offene Steinentfernung. 
  • Eingriffe an der Harnröhre wie die transurethrale oder offene Harnröhrenerweiterung mit Schleimhautersatz, die Abtragung von Harnröhrenveränderungen und Aussackungen der Harnröhre (Harnröhrendivertikel). 
     
Prostata

Tumorerkrankungen der Prostata

Diagnostik – Verschiedene Maßnahmen für klare Aussagen

Zur Diagnostik von Prostataerkrankungen setzen wir verschiedene Methoden ein. Harnstrahlmessung und Abtasten der Prostata vom Enddarm aus geben Auskunft über Blasenentleerung und auffällige Veränderungen. Die Bestimmung des PSA (Prostataspezifisches Antigen) aus dem Blut kann ebenfalls Hinweise auf krankhafte Veränderungen liefern. Die Ursachen können dabei durchaus unterschiedlich sein und weisen nicht zwangsläufig auf eine Tumorerkrankung hin. Gesicherte Aussagen sind daher nur durch weitere diagnostische Maßnahmen möglich.

Transrektaler Ultraschall (TRUS)
Mittels einer speziellen Ultraschallsonde kann vom Enddarm aus Größe und Form der Prostata beurteilt und ein Tumor in seiner Ausdehnung erkannt werden. Die Untersuchung ist schmerzfrei.

Gewebeentnahme (Biopsie)
Sind die bereits genannten Parameter auffällig, kann eine Biopsie mehr Informationen liefern. Hier im Steinzentrum am See in Bad Segeberg bevorzugen wir die perineale Biopsie, denn die entzündlichen Komplikationen sind dabei niedriger als bei der Entnahme durch den Enddarm. Bei der perinealen Biopsie wird in örtlicher Betäubung vom Damm Proben aus der Prostata entnommen.
 

Gutartige Erkrankungen der Prostata

Vergrößerung der Prostata: Die Prostata beginnt etwa ab dem 45. Lebensjahr an zu wachsen und nimmt um etwa 3 % an Volumen zu. Dies ist völlig normal. Erst wenn es durch dieses Wachstum zu Beschwerden kommt, wird daraus eine Erkrankung. Ab dem 50. Lebensjahr ist praktisch jeder zweite Mann davon betroffen.

Entzündung der Prostata (Prostatitis): Die Prostatitis wird durch Harnabflussstörungen begünstigt (Restharn, Harnröhrenenge ect.). Sie tritt etwa bei 5 % der Männer zwischen 20 und 50 Jahren auf. Häufig sind die Ursachen unklar und eine Behandlung kompliziert, da ein Keimnachweis nicht immer möglich ist. Durch ständige Beschwerden, verbunden mit schlechtem Harnstrahl und engem Blasenhals, können sich die Schmerzen im Sinne eines Beckenboden-Syndroms verselbstständigen.
 

Bösartige Erkrankungen der Prostata

Prostatakrebs: Ist die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Etwa 80 % der Betroffenen sind bei Diagnosestellung älter als 60 Jahre. Jeder Dritte der über 70jährigen hat ein latentes Prostatakarzinom, das nicht behandelt werden muss, weil es zeitlebens nicht aktiv wird.
Prostatakrebs frühzeitig zu entdecken, ist mit der heutigen Diagnostik meist sehr gut möglich. In seinem Verlauf ist ein Prostatakarzinom weniger aggressiv als beispielsweise Darm- oder Lungenkrebs und daher auch gut zu therapieren. Da ein Prostatakarzinom überwiegend an den Randbereichen der Prostata entsteht, verursacht es lange keine Beschwerden.

Therapie und Behandlung

Wir bieten den Betroffenen mit den verschiedenen Behandlungsverfahren ein breites Spektrum von bestmöglichen Therapieformen an. Die Segeberger Kliniken sind dabei das einzige Haus in Schleswig-Holstein, dass 2 verschiedene Laserverfahren anbieten kann:

  • Endoskopisch transurethral (durch die Harnröhre) 
    • Resektion der Prostata (sowohl mono- als auch bipolar) 
    • TUR-P (transurethrale Resektion der Prostata (Hobelung)). Es ist das älteste Verfahren der minimal-invasiven Chirurgie. Über eine Drahtschlinge wird durch elektrischen Strom erkranktes Gewebe der Prostata abgetragen. 
    • TURIS (bipolare Resektion), Evaporisation 
  • Greenlight-Laser-HPS. Durch grünes Laserlicht wird erkranktes Prostatagewebe verdampft und über den Harn ausgeschieden. Die Sonde wird durch die Harnröhre eingeführt. Der Vorteil dieser Behandlung: nahezu schmerzfreies, unblutiges Verfahren, ein starker Harnfluss wird schnell wiederhergestellt, kurze Rekonvaleszenz des Patienten. Auch möglich bei Einnahme von gerinnungshemmenden Medikamenten (ASS, Marcumar). 
  • Holmium-Laser-Enukleation (HoLEP), sehr effektive Methode durch die Harnröhre mit einem Laser das vergrößerte Gewebe zu entfernen.
  • Offen chirurgisch: Entfernung bei gutartigen Vergrößerungen auch sehr großer Drüsen. 
  • Komplette Entfernung bei Prostatakrebs (radikale Prostatektomie). Diese wird – wenn möglich – in nervenerhaltender Technik durchgeführt
Niere

Erkrankungen der Niere

Diagnostik – Anwendung modernster Gerätetechnik

In der Klinik für Urologie der Segeberger Kliniken werden zur Erkennung von Erkrankungen der Niere folgende Verfahren angewendet:

  • Ultraschalluntersuchungen mit Blutflussmessung 
  • Röntgenkontrastuntersuchung (IVP, intravenöse Pyelographie, retrograde Pyelographie) 
  • Computertomographie (CT) 
  • Kernspintomographie (MRT) 

Gutartige Erkrankungen der Niere

Folgende gutartige Erkrankungen der Niere werden in der Klinik für Urologie in Bad Segeberg behandelt:

  • Form- und Lageanomalien 
    • Doppelnieren, Einzelniere 
    • Nephroptose (Wanderniere oder auch Beckenniere) 
    • Hufeisenniere 
  • Nierensteine 
  • Funktionslose Nieren 
  • Nierenbeckenentzündung 
  • Nierenzysten 
  • Nierenbeckenabgangsenge oder Harnleiterabgangsenge 

Bösartige Erkrankungen der Niere

Nierentumor oder Nierenkrebs: Das Nierenzellkarzinom ist die häufigste Form des Nierentumors und in über 90 % der Fälle bösartig. Die meisten Karzinome verursachen lange Zeit kaum Beschwerden und werden zufällig bei einer Ultraschalluntersuchung entdeckt.
Eine Therapie ist von Größe und Lage des Tumors beeinflusst. Liegen Metastasen oder Lymphknotenbefall vor und ist die Tumorlage kompliziert, muss die gesamte Niere entfernt werden. Die Therapie kann in diesen Fällen durch Antikörper- und Target-Therapie das Leben verlängern, jedoch keine Heilung herbeiführen.
Nierenbeckentumor/Harnleitertumor: Dieser Tumor fällt durch eine schmerzlose Blutbeimengung im Urin auf. Schmerzen entstehen durch den Abgang von Blutgerinnseln, die zu Koliken führen können. Kommt es zu einer zunehmenden Stauung der Niere, treten dumpfe Flankenschmerzen auf. Therapeutisch wird in diesem Fall die gesamte Niere mit dem betroffenen Harnleiter und der Harnleitermündung in der Blase entfernt.

Therapie und Behandlung

Für den Nierentumor gibt es keine wirksame Chemotherapie. Durch den Einsatz verschiedener moderner Substanzen ist es aber möglich, das Wiederauftreten von Absiedlungen länger unter Kontrolle zu halten.

Folgende Eingriffe führen wir in der Klinik für Urologie der Segeberger Kliniken durch:

  • Einfache Nierenentfernung bei gutartigen Veränderungen (Nephrektomie) 
    • durch Flankenschnitt 
    • laparoskopisch 
  • Tumornierenentfernung (sog. radikale Nephrektomie) 
    • durch Flankenschnitt (mit und ohne Harnleiterentfernung - Nephroureterektomie) 
    • durch den Bauchraum bei großen Tumoren 
  • Nierenteilentfernung (Teilresektion, Enukleation) 
  • Nierenzystenabtragung (meist laparoskopisch) 
  • Nierenbeckenerweiterung (Nierenbeckenplastik) bei Harnleiterabgangsengen (meist laparoskopisch) 
  • Nierenspiegelung 
    • durch die Harnröhre und Harnleiter mit beweglichen Instrumenten 
    • durch die Haut 
  • Erweiterung von Kelchdivertikeln mit dem Laser 
  • Nierenpunktion, -probenentnahme 
Harnröhre

Erkrankung der Harnröhre

Diagnostik – Abklärung durch Messung und bildgebende Diagnostik

In der Klinik für Urologie der Segeberger Kliniken führen wir zur Abklärung von Harnröhrenveränderungen folgende Untersuchungen durch:

  • Harnstrahlmessung (Uroflowmetrie) – dient der Erkennung von Harnröhrenengen 
  • Harnröhrendarstellung mit Kontrastmittel (retrogrades Urethrogramm) – zur Erkennung von Engen, Divertikeln etc. 
  • Röntgenkontrastdarstellung der Blase und Harnröhre gleichzeitig (MCU) 
  • Ultraschalluntersuchung der Harnröhre – zunehmend bei Engen der Harnröhre, um die narbigen Wandveränderungen besser beurteilen zu können. 
  • Spiegelung der Harnröhre (Urethroskopie) – meist mit einer Blasenspiegelung kombiniert –, um Engen, Tumore etc. direkt beurteilen zu können 
  • Harnröhrenabstrich – zur Erkennung von Infektionserregern. 

Gutartige Erkrankungen

Harnröhrenenge: Können durch Verletzungen erworben oder angeboren sein. Anfangs bestehen nur geringe Beschwerden. Hauptsymptom ist ein schwacher Harnstrahl. Durch den erhöhten Widerstand in der Harnröhre kommt es aber zu Veränderungen in der Harnblase wie bei einer Prostatavergrößerung. Eine Operation ist hier meist angezeigt.

Harnröhrendivertikel: Wird auch als Harnröhrenzyste bezeichnet. Eine Diagnose der Erkrankung ist schwierig. Häufig liegt hinter den Patienten ein langer Leidensweg, weil die Harnröhrenzyste zu immer erneuten Entzündungen in der Blase führt.

Harnröhrenkarunkel: Ist eine Erkrankung der weiblichen Harnröhre und zeigt sich als Schleimhautwucherung an der äußeren Harnröhrenöffnung. Die Erkrankung tritt meistens nach der Menopause auf und begünstigt die Entstehung von Harnröhrenvorfällen. Dabei ist der Polyp in der Regel gutartig. Beschwerden stellen sich beim Wasserlassen ein. Die Therapie besteht in einer Abtragung des Karunkels – wenn überhaupt.

Harnröhrenentzündung: Oder auch Urethritis wird meistens durch Bakterien– oder Pilzinfektionen verursacht. Bei der Erkrankung sammeln sich Abwehrzellen in der Schleimhaut, die mit dem Urin ausgeschieden werden. Männer und Frauen sind davon gleichsam betroffen. Typische Beschwerden sind Juckreiz, Brennen beim Wasserlassen, eitriger Ausfluss und vermehrtes Wasserlassen. Unterschieden werden die spezifische (Erreger sind Tripper, Gonorrhoe) und die unspezifische Urethritis. Letztere kommt deutlich häufiger vor (Erreger sind Chlamydien, Mycoplasmen). Die Therapie besteht einzig in der Gabe von Antibiotika.

Bösartige Erkrankungen

Hahrnröhrenkrebs: Äußerst seltene Erkrankung. Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer. Die Ursachen sind bisher ungeklärt. Erste Anzeichen sind Blutungen beim Wasserlassen. Für die Behandlung ist eine Operation plus Strahlentherapie das Maß der Dinge.

Therapie und Behandlung

  • Harnröhrenerweiterung transurethral 
  • offene Harnröhrenerweiterung (Urethroplastie) mit verschiedenem Gewebeersatz (z. B.: Mundschleimhaut) 
  • Abtragung von Harnröhrenveränderungen 
  • Abtragung von Aussackungen der Harnröhre (sog. Harnröhrendivertikel) 
  • Harnröhrenstents 
  • Entfernung von Harnröhrenkarunkeln 
  • Harnröhrenprolaps (Vorfall der Harnröhre) 
  • komplette Entfernung der Harnröhre bei Karzinom 
     
Inkontinenz

Mangelnde Lebensqualität durch Harninkontinenz

Betroffene verschweigen die Erkrankung häufig. In der Klinik für Urologie der Segeberger Kliniken bieten wir ein breites Spektrum an Leistungen, um die Lebensqualität wiederherzustellen.

30 % der Frauen und 15 % der Männer, so schätzt die Internationale Kontinenz Gesellschaft (ICS), leiden an den Symptomen einer Harninkontinenz. Die Blasenschwäche bezeichnet einen unkontrollierten Urinverlust. In den Hauptformen werden unterschieden:

Belastungsinkontinenz = Harnverlust während körperlicher Anstrengung ohne spürbaren Harndrang.

Dranginkontinenz = unwillkürlicher Harnverlust von plötzlich einsetzendem, nicht unterdrückbarem Harndrang durch Überaktivität der Blase. 

Mischinkontinenz = eine Mischform aus Belastungs- und Dranginkontinenz. Daneben gibt es noch Sonderformen der Inkontinenz, wie z.B. die Enuresis, das nächtliche Einnässen des Kindes.

Da zahlreiche Faktoren ursächlich für eine Inkontinenz sein können, konzentrieren wir uns in der Klinik für Urologie der Segeberger Kliniken auf eine detaillierte Abklärung der Beschwerden durch eine sorgfältige Diagnostik.

Diagnostik – Die Anamnese ist wichtig

Zu Beginn der Therapie steht eine ausführliche Erhebung der Krankengeschichte. Dabei stellen neben einer körperlichen Untersuchung die Urinuntersuchung und das Miktionsprotokoll einen wesentlichen Baustein in der Diagnostik. Im Miktionsprotokoll werden ausführlich über einen Zeitraum von 48 Stunden alle Ereignisse um den Verlust des Urins aufgezeichnet (Miktionsprotokoll).

In der apparativen Diagnostik erhalten wir durch die Video-Urodynamische Messung weitere Informationen. Hierbei wird:

  • der Blasendruck unter langsamer Füllung der Harnblase kontinuierlich gemessen, sodass auch kleinste Veränderungen der Blasenaktivität registriert werden 
  • über ein Beckenboden-EMG gleichzeitig die Aktivität der Beckenbodenmuskulatur aufgezeichnet 
  • der Verschlussdruck des Harnröhrenschließmuskels gemessen 
  • die Stärke des Harnstrahls gemessen 
  • eine Röntgenuntersuchung der Harnblase während der Füllung und Entleerung durchgeführt (sog. MCU) 

Therapie und Behandlung

In der Klinik für Urologie der Segeberger Kliniken bieten wir einige Behandlungsmöglichkeiten an, durch die eine wesentliche Verbesserung der Lebensqualität zu erwarten ist. Dazu gehören:

  • Beckenbodengymnastik, Elektrostimulation und Biofeedback (Übungen zur Blasenwahrnehmung) 
  • für die medikamentöse Therapie stehen muskelentspannende wie auch muskeltonisierende Mittel zur Verfügung 
  • Gezielte Ruhigstellung des Blasenmuskels durch Einspritzung von Botox 
  • Einsetzen eines Blasenschrittmachers (sakraler Neuromodulator) zur gezielten Aktivierung oder Hemmung der Blasen- und Schließmuskelmuskulatur. Dieses Verfahren kann auch bei einer Stuhlinkontinenz zum Einsatz kommen 
  • Unterspritzung der Harnröhrenschleimhaut 
TeamDas Team der Urologie

Damit Sie wissen, mit wem Sie es während Ihres Aufenthalts bei uns zu tun haben, stellen wir Ihnen unsere Ärzte gerne vor.

Chefarzt Urologie
Dr. med. Rüdiger Gleichmann
Facharzt für Urologie
Medikamentöse Tumortherapie
Sekretariat Urologie
Petra Apel-Hübner
Chefarztsekretärin
Oberarzt
Dr. med. Ralf Pychynski
Facharzt für Urologie