Grünes Licht für die Prostata

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Lasertherapie bei vergrößerter Prostata ist schonender und bietet bessere Ergebnisse. Bessere Hilfe insbesondere für Risikogruppen.

Für Männer mit gutartig vergrößerter Prostata bieten Laserverfahren bessere Behandlungsergebnisse als die bisherige chirurgische Standardtherapie. Das ist das Ergebnis einer neuen europäischen Studie, die jetzt vorgestellt wurde: „Wir wenden in unserer Klinik Laserverfahren seit mehreren Jahren an. Die Technologie hat sich nun wieder weiterentwickelt und bietet nicht nur eine gute Alternative für das bisherige Verfahren, sondern auch Patienten mit kardiologischer Vorerkrankung, die auf Blutverdünner angewiesen sind, können so behandelt werden“, erläutert Dr. Rüdiger Gleichmann, Chefarzt der Klinik für Urologie im AK der Segeberger Kliniken.

So wie Leo Bludau. Der 77-Jährige kam als Notfall wegen eines Harnwegsinfektes in die Klinik für Urologie. Mehrere Vorerkrankungen und die tägliche Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten ließen eine herkömmliche Operation der Prostata nicht zu: „Das Laserverfahren war für mich die beste Therapie. Das ich nach so kurzer Zeit wieder auf die Toilette kann und heute schon entlassen werde, macht mich besonders froh, weil es nicht zu erwarten war“, sagte der Wahlstedter.

Etwa jeder zweite Mann über 60 leidet in Deutschland statistisch gesehen unter einer benignen Prostatahyperplasie (BPH, gutartig vergrößerte Prostata). Bei vielen kommt es demzufolge zur Beeinträchtigung des Harnflusses. Abhilfe verschaffte bisher ein chirurgischer Eingriff, die Transurethrale Prostata-Resektion, bei dem die Prostata mit einer Elektroschlinge gehobelt wird. Das Verfahren gilt als Standard-Prozedur, die allerdings nicht ohne Komplikationsrisiken ist und gewöhnlich zu einem längeren Krankenhausaufenthalt führt. Die Klinik für Urologie der Segeberger Kliniken ist die einzige Einrichtung in Südholstein, die sämtliche Verfahren zur Behebung der BPH anbietet.

Die multizentrische Studie zeigt nun, dass die Behandlung bei BPH mit GreenLight Lasertherapie anstelle der chirurgischen Entfernung des vergrößerten Prostatagewebes eine deutlich verkürzte Verweildauer im Krankenhaus, kürzere Katheterliegezeiten und schnellere Genesung liefert – bei größerer Sicherheit und gleichen Therapieergebnissen: „Wir fühlen uns jetzt selbstverständlich bestätigt, unseren Patienten stets die beste Behandlung und Therapie angeboten zu haben“, sagt Gleichmann. „Die GreenLight Lasertherapie bietet die beste Chance, den Blasenkatheter nach kurzer Zeit wieder entbehrlich zu machen.“

Bei der GreenLight XPS Lasertherapie wird die Laserfaser endoskopisch durch die Harnröhre an das Prostatagewebe gebracht und die überschüssigen Anteile mit dem grünen Laserlicht  unblutig verdampft. Der Urin kann danach wieder ungehindert aus der Blase in die Harnröhre abfließen. Nach ein bis zwei Tagen sind die meisten Patienten wieder beschwerdefrei und  kommen wenige Stunden nach dem Eingriff ohne Blasenkatheter aus. Die Prostata ist eines der wichtigsten Geschlechtsorgane des Mannes. In ihr wird ein Sekret gebildet, das Bestandteil der Samenflüssigkeit ist und den Spermien als Transportmittel dient. Symptome einer Erkrankung der Prostata sind häufiges, besonders nachts auftretendes Wasserlassen, unkontrollierter Harndrang und das Gefühl, die Blase würde sich nicht vollständig entleeren.

Gleichmann rät jedem betroffenen Mann, sich vor einem geplanten Eingriff darüber zu informieren, was für jeden Einzelnen die beste Therapie ist. Das Team der Klinik für Urologie steht daher für Fragen zur Verfügung.

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