Aus dem Krisenmodus in eine neue Normalität

Uhr

Segeberger Kliniken erhöhen schrittweise den regulären Betrieb

Die Corona-Krise beeinflusst unseren Alltag in den letzten Wochen in einer nie dagewesenen Weise. Das öffentliche Leben wurde drastisch eingeschränkt, die Krankenhäuser schalteten in den Krisenmodus.

Auch die Segeberger Kliniken haben frühzeitig auf die Pandemie reagiert: Aufschiebbare Eingriffe wurden vertagt und zusätzliche Intensivkapazitäten wurden geschaffen. Der Notzustand blieb jedoch entgegen der Erwartungen glücklicherweise aus. „Es gab einzelne leicht erkrankte Covid-19-Patienten, die nach wenigen Tagen in die Häuslichkeit entlassen werden konnten. Kein Patient war beatmungspflichtig und es gab keine Todesfälle.“, berichtet Prof. Dr. Diether Ludwig, Chefarzt Innere Medizin.

Wegen der eingedämmten Ausbreitung des Coronavirus dürfen die Krankenhäuser ab Mai wieder den größten Teil der freigehaltenen Betten mit anderen erkrankten Patienten belegen, so auch die Segeberger Kliniken nach knapp 6 Wochen Krisenmodus. „Wir denken in der jetzigen Situation insbesondere an unsere Patienten, für die ein Aufschub der Operation oftmals sehr belastend war“, so Dr. Robert Keller, Chefarzt Chirurgie.

Hinzu kommt die Verunsicherung von vielen Menschen, was sich u.a. an den rückläufigen Notfällen in der Neurologie sowie der Kardiologie zeigt. „Niemand sollte aus Angst vor einer Infektion mit dem Coronavirus auf die notwendige medizinische Versorgung im Krankenhaus verzichten. Dies kann lebensbedrohliche Folgen haben.“, warnt Prof. Dr. Gert Richardt, Chefarzt Kardiologie und Angiologie.

Um die Sicherheit der Patienten während des Klinikaufenthaltes zu gewährleisten, hat der interdisziplinäre Krisenstab der Klinik unter der Ärztlichen Leitung der Krankenhaushygienikerin Stephanie Liedtke eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. Dazu zählen unter anderem die Schaffung eines transparenten Hygieneplans, der eine strikte Trennung elektiver Patienten, Notfallpatienten sowie potentieller Covid-19-Patienten beinhaltet, sowie eine Verschärfung der ohnehin schon hohen Hygienestandards, wie das dauerhafte Tragen von Mund-Nasen-Schutz. „Wir bieten unseren Patienten in Zeiten der Pandemie nicht nur eine sichere Struktur und die gewohnt gute Qualität, sondern auch eine besondere Form der ärztlichen Zuwendung.“, so Liedtke.

Die Krankenhaushygienikerin betont noch einmal, dass die Gefahr für die Gesundheit durch die Nichtbehandlung eines Schlaganfalls oder eines Herzinfarktes um ein Vielfaches höher ist, als die Gefahr einer Ansteckung mit Covid-19 in einem Krankenhaus.

Die Segeberger Kliniken gingen 1990 aus dem Rehabilitationszentrum Bad Segeberg hervor und sind heute das größte private Klinikunternehmen mit Sitz in Schleswig-Holstein. Für jährlich über 40.000 Patienten bietet die Klinikengrupe ein medizinisch ganzheitliches Leistungsangebot bestehend aus Prävention, Akutmedizin und Rehabilitation. In Fachzentren, Kliniken und Medizinischen Versorgungszentren sind 2.000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Klinik mit 1.000 Betten befindet sich in privater Trägerschaft und ist Eigentümer geführt.

Zurück