Das natürliche Wohlsein des Neugeborenen im Blick

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Die Geburtsklinik der Segeberger Kliniken erhält zum vierten Mal die Zertifizierung zum „Babyfreundlichen Krankenhaus“. Weiterhin Alleinstellungsmerkmal im Süden des Landes.

Auch nach 12 Jahren ist die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe nur eines von vier Häusern im Land, das Müttern eine besondere Förderung der Eltern-Kind-Bindung anbietet. Mit Erfolg hat das Team um Chefarzt Dr. Christian Rybakowski zum vierten Mal die Anforderungen zur Rezertifizierung „Babyfreundliches Krankenhaus“ bestanden. „Die Entscheidung, sich der Initiative BABYFREUNDLICH von WHO/UNICEF anzuschließen, ist bis heute richtig. Die Bindung zwischen Mutter und Kind zu optimieren, ist eine nachhaltige Maßnahme, die die Mutter-/Kindbeziehung für die Zukunft fördert“, sagt der Mediziner und ergänzt: „Es ist auch für das gesamte Team immer wieder eine hohe Motivation, die sich insgesamt positiv auf die Gemeinschaft auswirkt – auch, wenn es durchaus anstrengend ist.“

Das stimmt, denn der Aufwand für die alle drei Jahre stattfindende Rezertifizierung ist hoch. Jedes Teammitglied hat verschiedene Fortbildungen zu absolvieren. Auf mehreren öffentlichen Veranstaltungen muss über das Stillen informiert werden. Prüfer der Initiative erkundigen sich bei Müttern und Mitarbeitern vor Ort über die Umsetzung der Kritierien. Dazu gehört auch eine Mindestmenge an gestillten Kindern auf Station von 80 Prozent. Das Zufüttern mit Ersatznahrung erfolgt nur nach Indikation, wenn ein Neugeborenes weniger als 10 Prozent seines Geburtsgewichts verloren hat. „Wir unterstützen die Frauen beim Stillen ihrer Babys und raten nicht gleich zum Abstillen, wenn es nicht richtig läuft“, sagt Rybakowski. Durch das 24-stündige Rooming-in würde ganz automatisch die Möglichkeit geschaffen, dass Mutter und Kind Tag und Nacht zusammen bleiben und so sehr schnell eine innige Bindung aufbauen. Itzehoe, Rendsburg und Eckernförde sind weitere Kliniken, die als „Babyfreundliches Krankenhaus“ zertifiziert sind.

Geburtenrate leicht rückläufig
Chefarzt Rybakowski erwartet für das Jahr 2019 etwa 640 Geburten. Das entspricht einem geringen Rückgang zum Vorjahr. Mit einer modernen Geburtswanne nach neuesten technischem Stand startet die Abteilung dann in das neue Jahr.

 

Die Segeberger Kliniken gingen 1990 aus dem Rehabilitationszentrum Bad Segeberg hervor und sind heute das größte private Klinikunternehmen mit Sitz in Schleswig-Holstein. Für jährlich über 40.000 Patienten bietet die Klinikengrupe ein medizinisch ganzheitliches Leistungsangebot bestehend aus Prävention, Akutmedizin und Rehabilitation. In Fachzentren, Kliniken und Medizinischen Versorgungszentren sind 2.000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Klinik mit 1.000 Betten befindet sich in privater Trägerschaft und ist Eigentümer geführt.

 

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