Herzschrittmacher werden MRT-tauglich

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Herz- und Gefäßzentrum eines der ersten Häuser, das nur noch MRT-fähige Geräte einsetzt.

Lange Zeit blieb Patienten mit Herzschrittmachern, Defibrillatoren (ICD) oder Systemen zur Behandlung von Herzinsuffizienz (CRT-Implantate) der Zugang zur Magnetresonanz-tomografie (MRT) verwehrt. Die Implantate waren in der Vergangenheit nicht für MRT-Untersuchungen zugelassen, da die Auswirkungen der Magnetresonanztomografie und der dazugehörigen Elektroden auf die implantierten Systeme noch nicht untersucht worden waren. „Das ist gerade für ältere Patienten eine schwieriger Situation, weil in dem Alter durchaus mit weiteren Erkrankungen zu rechnen ist“, sagt Unternehmenssprecher Robert Quentin. Die meisten Patienten mit Schrittmachersystemen sind zwischen 55 bis 80 Jahre alt. Besonders bei Erkrankungen des Gehrins, des Bewegungsapparates und der Wirbelsäule sind MRT-Aufnahmen das bevorzugte Diagnostikverfahren. Laut Statistik brauchen 75 Prozent dieser Patienten im Laufe ihres Lebens eine MRT-Untersuchung.

Aus diesem Grund hat das Herz- und Gefäßzentrum nun sein gesamtes Angebot an Defibrillatoren und Herzschrittmachersystemen sowie CRT-Implantaten auf MRT-taugliche Geräte umgestellt. Etwa 600 Patienten sind davon jährlich betroffen. Die jetzt zur Verfügung stehenden Herzschrittmacher-, ICD- und CRT-Systeme sind MRT-Scanner getestet und wurden als MRT-fähig zugelassen. Die Gefahr, dass die Elektroden in der MRT-Umgebung als Antenne fungieren und so die Energie des Hochfrequenzfeldes zu einem Temperaturanstieg in der Elektrodenspitze führen kann, sind so ausgeschlossen. Die Implantate selbst sind gegen elektromagnetische Interferenzen abgeschirmt. „Wir wissen, dass statistisch gesehen die Träger von Schrittmachersystemen zunehmen und damit immer mehr Patienten der Zugang zu MRT-Untersuchungen verwehrt wurde. Die betroffenen Patienten können sich jetzt darauf verlassen, dass sie mit den neuen Systemen im Falle des Falles auf keine MRT-Diagnostik verzichten müssen“, ist sich Dr. Krister Kuhnhardt sicher, der den Einbau der Geräte im Herz- und Gefäßzentrum verantwortet.

BU: Dr. Krister Kuhnhardt präsentiert die neuen Geräte und freut sich über die innovativen Verbesserun-gen für die Patienten.

 

 

Die Segeberger Kliniken gingen 1990 aus dem Rehabilitationszentrum Bad Segeberg hervor und sind heute das größte private Klinikunternehmen mit Sitz in Schleswig-Holstein. Für jährlich über 40.000 Patienten bietet die Klinikengrupe ein medizinisch ganzheitliches Leistungsangebot bestehend aus Prävention, Akutmedizin und Rehabilitation. In Fachzentren, Kliniken und Medizinischen Versorgungszentren sind 2.000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Klinik mit 1.000 Betten befindet sich in privater Trägerschaft und ist Eigentümer geführt.

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