1. Segeberger Gefäßtag ein Erfolg

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Zahlreiche Interessierte nahmen teil. Begrüßung durch Bürgermeister Schönfeld.

Interessante Vorträge, anschauliche Untersuchungen, rege Teilnahme vieler Interessierter – so lautet das Fazit des 1. Segeberger Gefäßtages, der am letzten Wochenende im Herzzentrum der Segeberger Kliniken stattfand. Die Themen Gefäßverkalkung, deren Folgen immer noch als Todesursache Nummer eins in Industrieländern gelten, und das vielseits unterschätzte Bauchaneurysma, also die Aussackung der Arterie mit dem Risiko schwerer Blutungen aufgrund eines möglichen Reißens des Gefäßes, zog neben vielen Interessierten auch Bürgermeister Dieter Schönfeld in seinen Bann. „Mir ist es ein Anlagen, solche Veranstaltungen zu unterstützen. Sie zeigen einmal mehr, dass unsere Stadt den Namen „Gesundheitsstandort“ zu Recht trägt“, lobte Schönfeld die Auftaktveranstaltung der Klinik für Gefäßchirurgie.

Die Vorträge von PD Dr. Justus Groß führten bei den Zuschauern zu lebhaften Diskussionen. Dabei drehte es sich auch um die Frage, ob man präventiv Tabletten einnehmen könne, um ein Aortenaneurysma zu verhindern. „Das kann man wohl sehr klar mit Nein beantworten“, sagte Groß, der den 1. Gefäßtag ins Leben gerufen hat. „Viel wichtiger ist es, sich viel zu bewegen und seinen gesamten Lebensstil so aufzustellen, dass Risikofaktoren vermieden werden.“

Mit diesem Satz leitete der Mediziner über auf das Thema Prävention und Reha. Die Leitende Ärztin Dr. Ronja Westphal stellte in ihrem Referat noch mal ultimativ fest, dass alle vorbeugenden Maßnahmen nur dem einen Zweck dienten, eine Operation zu vermeiden. Ganz anschaulich wurde dieser Aspekt von Dr. Volker Geist vertieft. Vor dem Untersuchungsraum des Leitenden Oberarztes des Herzzentrums bildete sich eine lange Schlange. Unter den fachmännischen Erklärungen des Arztes ließen Interessierte ihre Gefäße per Ultrschall nach verdächtigen Veränderungen untersuchen.

Genau bei der Untersuchung der Gefäße will Groß im Frühjahr mit dem 1. Bauchaortenscreening-Tag weitermachen. Zu diesem Event kann sich jeder Interessierte anmelden und seine Gefäße per Ultraschall vom Experten darstellen lassen. Diese Leistung ist beim Facharzt i. d. R. als IGeLeistung (indiviudelle Gesundheitsleistung) kostenträchtig. Auf der Veranstaltung bleiben die Unterschungen jedoch kostenfrei.

 

 

 

Die Segeberger Kliniken gingen 1990 aus dem Rehabilitationszentrum Bad Segeberg hervor und sind heute das größte private Klinikunternehmen mit Sitz in Schleswig-Holstein. Für jährlich über 20.000 Patienten bietet die Klinikengrupe ein medizinisch ganzheitliches Leistungsangebot bestehend aus Prävention, Akutmedizin und Rehabilitation. In Fachzentren, Kliniken und Medizinischen Versorgungszentren sind 2.000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Klinik mit 1.050 Betten befindet sich in privater Trägerschaft und ist Eigentümer geführt.

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