Minimalinvasive Eingriffe in 4K-Qualität

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Herzchirurgie investiert in neue Technologie für minimalinvasive Eingriffe. Qualität der Ausstattung Alleinstellungsmerkmal in Schleswig-Holstein.

Die personelle und inhaltliche Neuausrichtung des Herzzentrums nimmt weiter Fahrt auf. Für knapp eine Viertelmillion wurde heute für minimal-invasive Eingriffe an den Herzklappen ein Endoskopieturm der Firma Olympus installiert. Das Operationssystem ist mit einem 4K UHD-Monitor und verschiedenen Optiken ausgestattet und erlaubt so dem neuen Chefarzt Prof. Stefan Klotz, Herzklappenfehler über einen kleinen Hautschnitt zu beheben: „Mit dieser technologischen Investition sind wir in Schleswig-Holstein gegenüber den Mitbewerbern führend. Besonders jüngere Patienten mit einem Herzfehler der Mitral- und Trikuspidalklappen kommen in den Genuss einer schonenden und sicheren Operation, die ihnen in der Regel wieder ein normales Leben ermöglicht“, sagt Klotz.

Die 4K-Qualität bringt den Operateur noch näher an die Details heran. Feine Muster und Gewebestrukturen sind mit hoher Präzision zu erkennen. Mittels einer Zoomfunktion entsteht auch in der Entfernung des Operationsgebiets ein scharfes Bild. „Der Monitor vermittelt ein Gefühl des Eintauchens in das Operationsfeld, so dass ich mich voll und ganz auf die chirurgische Prozedur konzentrieren kann.

Bereits drei Patienten zwischen 50 und 60 Jahren stehen auf der Warteliste für diesen Eingriff, der früher am offenen Herzen durchgeführt wurde. Damit bietet die Herzchirurgie in Bad Segeberg das gesamte Spektrum der minimalinvasiven Herzchirurgie an. Operationen mit Öffnung des Brustkorbes, die sogenannte Sternotomie, werden fast nur noch bei Bypässen oder Rezidiveingriffen (erneuter Eingriff) vorgenommen.

Bereits in der letzten Woche konnte Klotz das erste Kunstherz implantieren. Dieser Eingriff war etwa vor vier Jahren erstmals von seinem Vorgänger PD Dr. med. habil. Ernst-Günter Kraatz hier im Herzzentrum durchgeführt worden. Klotz selbst war an der Uniklinik Lübeck der Spezialist für diese Eingriffe. Eine 54-Jährige Patienten, die zuvor in der Uniklinik Lübeck mit einem Bypass voroperiert war, klagte erneut über Herzmuskelschwäche. Das linksventrikuläre Unterstützungssystem (Kunstherz) wurde in die Herzspitze implantiert und sorgt nun wieder für eine verbesserte Durchblutung des Herzmuskels.

Insgesamt ist das Herzzentrum mit den drei Fachdisziplinen, der Kardiologie, der Herz- und der Gefäßchirurgie, inhaltlich und personell damit neu aufgestellt und bietet Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen außer Herztransplantationen nun alle verfügbaren Therapiemöglichkeiten an.

 

 

Die Segeberger Kliniken gingen 1990 aus dem Rehabilitationszentrum Bad Segeberg hervor und sind heute das größte private Klinikunternehmen mit Sitz in Schleswig-Holstein. Für jährlich über 30.000 Patienten bietet die Klinikengrupe ein medizinisch ganzheitliches Leistungsangebot bestehend aus Prävention, Akutmedizin und Rehabilitation. In Fachzentren, Kliniken und Medizinischen Versorgungszentren sind 2.000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Klinik mit 1.050 Betten befindet sich in privater Trägerschaft und ist Eigentümer geführt.

 

 

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