Mit dem Laser die Selbstheilungskräfte aktivieren

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Hebammen der Segeberger Kliniken setzen Low-Level-Lasertherapie ein. Verbesserte Schmerztherapie durch „Walking-PDA“.

Mit zwei neuen Verfahren zur Aktivierung der Selbstheilungs-kräfte und einer behutsameren Schmerztherapie für Mütter vor und unter der Geburt, hat die Geburtshilfe der Segeberger Kliniken ihr Betreuungs- und Therapieangebot für Frauen weiter optimiert. „Wir stellen fest, dass in den letzten Jahren das Thema Schmerz vor und während der Geburt für Frauen immer wichtiger geworden ist. Selbstverständlich gehen wir als moderne, familienorientierte Geburtshilfe neue Wege, um den werdenden Müttern bestehende Ängste vor dem Erlebnis Geburt zu nehmen“, erklärt Dr. Christian Rybakowski, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe.

Als eine von 100 zertifizierten Geburtskliniken der WHO/UNICEF Initiative „babyfreundlich“, ist die Förderung der Eltern-Kind-Bindung und damit auch des Stillens in den Segeberger Kliniken selbstverständliche Praxis. Trotz guter vorgeburtlicher Informationen zum Stillen und intensiver Unterstützung vor, während und nach der Geburt durch das Personal, erleben manche Frauen gereizte oder wunde Brustwarzen. Diese zuweilen schmerzhafte Befindlichkeitsstörung wird nun mit der Low-Level-Lasertherapie behandelt. „Wir setzen diese Sekundärmaßnahme mit viel Erfolg ein. Die Schmerzen in der Brust klingen mit der Therapie wesentlich schneller ab“, erläutert Angela Schönfeldt, Hebamme sowie Still- und Laktationsberaterin. Das auch unter dem Namen Softlasertherapie angewandte Verfahren wird ebenso bei Narbenschmerzen nach Kaiserschnitt oder Geburtsverletzungen eingesetzt. Das System arbeitet mit einem niedrig dosierten Laser, ist nebenwirkungsfrei und schmerzlos. Durch das Laserlicht wird das entzündete Gewebe stimuliert und der Heilungsprozess so befördert.

Neue verbesserte Verfahren werden in der Segeberger Geburtshilfe auch in der Schmerztherapie eingesetzt. Bereits seit 2003 wird in den Segeberger Kliniken die patientenkontrollierte PDA (Peridualanästhesie) eingesetzt. Dabei wird der werdenden Mutter von einem Anästhesisten über einen flexiblen Katheter am Rücken eine Schmerzmittelkombi-nation verabreicht, während der behandelnde Narkosearzt bei der Patienten bleibt, bis sie mit der Schmerzbehandlung zufrieden ist. Weitere Dosen kann die entbindende Frau dann mit Hilfe einer kleinen Pumpe selbst abfordern und damit den Bedarf optimal dosieren. Der Nachteil war bisher jedoch, dass der Bewegungsradius der Gebärenden durch die stationäre Pumpe eingeschränkt war. „Mit der Anschaffung kleiner, leichter Medikamentenpumpen, welche die Frauen bei sich tragen, entfällt diese Einschränkung nun. Hierdurch ist die PDA, die durch ihre Zusammensetzung die Motorik der Beine erhält, jetzt zu einer echten „walking PDA“ geworden“, urteilt Dr. Antje Lobenstein, Chefärztin der Anästhesie. Und das würde auch der Arbeit des behandelnden Gynäkologen mehr Möglichkeiten geben.

Die Segeberger Kliniken gingen 1990 aus dem Rehabilitationszentrum Bad Segeberg hervor und sind heute das größte private Klinikunternehmen mit Sitz in Schleswig-Holstein. Für jährlich über 20.000 Patienten bietet die Klinikengrupe ein medizinisch ganzheitliches Leistungsangebot bestehend aus Prävention, Akutmedizin und Rehabilitation. In Fachzentren, Kliniken und Medizinischen Versorgungszentren sind 1.900 Mitarbeiter beschäftigt. Die Klinik mit 1.050 Betten befindet sich in privater Trägerschaft und ist Eigentümer geführt.

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