Singendes Krankenhaus gestartet

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Das Neurologische Zentrum ist als singendes Krankenhaus zertifiziert worden. Auch die Öffentlichkeit ist zu Singnachmittagen eingeladen.

In zahlreichen wissenschaftlichen Studien sind die vielfältigen gesundheitsfördernden Wirkungen des Singens auf Körper, Seele und Geist belegt. Das Neurologische Zentrum hat auf dieser Grundlage sein musiktherapeutisches Angebot weiter ausgebaut und wurde nun vom Verein Singende Krankenhäuser zertifiziert. „Unsere Patienten können aufgrund ihrer Erkrankung unterschiedliche stimmliche und sprechmotorische Probleme haben, die beim Singen trainiert werden können. So klagen beispielsweise Parkinson Patienten häufig über eine kraftlose, undeutliche und leise Stimme. Das therapeutische Singen im Rahmen des Therapieprogramms kann hier helfen, Atmung und Stimmklang zu verbessern und die Artikulation zu fördern“, sagt Lisa Ramke, Neurologische Musiktherapeutin und zertifizierte Singleiteirin.

Zusätzlich bietet Ramke gemeinsam mit Expertinnen aus dem Pflegebereich und der Logopädie jeden zweiten Mittwoch im Monat ein Singangebot an. Teilnehmen darf jeder, der Lust am Singen hat. Die interessierte Öffentlichkeit ist ebenso herzlich eingeladen. Neben der therapeutischen Wirkung, die das gemeinsame Singen entfaltet, stehen für Ramke noch weitere Aspekte im Vordergrund. „Es geht dabei nicht um das Absingen von Volksliedern. Wir singen ohne Leistungsdruck, daher sind Vorkenntnisse nicht erforderlich. Das gemeinsame Kennenlernen steht genauso im Fokus. Durch das Singen kommen wir mit anderen und uns selbst in Berührung und lernen uns selbst und andere dabei besser kennen. Meistens singen wir einfache Zweizeiler zu denen wir uns frei bewegen oder tanzen. Es soll eingängig sein und Spaß machen“, so Ramke.

Gesungen wird internationales Liedgut aus allen Kulturen und Traditionen. Die Lieder werden wiederholt ohne Text und Notenblatt gesungen. Sie richten sich auf die Erfahrungswelt des Einzelnen, lassen Gefühlsempfindungen zu und werden häufig mit Tanz- und Bewegungselementen sowie Kreis- und Begegnungsformen verbunden. Ramke nennt das in den „Flow“ kommen. „Beim leistungsfreien und erlebnisfokussierten Singen werden nicht nur Körper, Seele und Geist verbunden. Wir verbinden uns auch mit den Menschen, mit denen wir uns beim Singen begegnen.“ Es sind alle zum Mitmachen eingeladen, die Singen als Weg zur Herzensöffnung und Herzensbildung kennenlernen möchten.

Die nächsten Termine zum gemeinsamen Singen finden statt am:

  1. Dezember; 8. Januar; 12. Februar um 16:30 Uhr, danach jeweils am 2. Mittwoch eines Monats.

Ort: Neurologisches Zentrum, Gruppenraum E69, Hamdorfer Weg 3, Bad Segeberg

 

BU: Lisa Ramke, Ulrike Pröhl (Logopädin) und Jessica Krämer (Krankenschwester) leiten gemeinsam das Singen. Alle drei sind demnächst zertifizierte Singleiterinnen.

 

 

 

Die Segeberger Kliniken gingen 1990 aus dem Rehabilitationszentrum Bad Segeberg hervor und sind heute das größte private Klinikunternehmen mit Sitz in Schleswig-Holstein. Für jährlich über 40.000 Patienten bietet die Klinikengrupe ein medizinisch ganzheitliches Leistungsangebot bestehend aus Prävention, Akutmedizin und Rehabilitation. In Fachzentren, Kliniken und Medizinischen Versorgungszentren sind 2.000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Klinik mit 1.000 Betten befindet sich in privater Trägerschaft und ist Eigentümer geführt.

 

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