Team aus dem Funktionsbereich erhält bundesweiten Preis der DGK

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Das interdisziplinäre Team der Segeberger Kliniken verbessert mit ihrer Präsentation den Schutz des OP-Personals bei Röntgenstrahlung.

Auf der gerade in Berlin zu ende gegangen Jahrestagung der DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung) hat ein interdisziplinäres Team der Segeberger Kliniken aus OP-Schwestern, Medizinisch-Technischen-Assistenten und Medizinischen Fachangestellten den diesjährigen „Posterpreis der Sektion Assistenz und Pflegepersonal“ gewonnen. Um den mit 1000 EURO dotierten Preis bewirbt sich jährlich nichtärztliches Personal verschiedener renommierter Kliniken in Deutschland. Dieses Jahr traten unter anderen auch Teams der Unikliniken in Leipzig und Lübeck an. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserer Präsentation diesen Preis in einem anspruchsvollen Feld von Mitbewerbern gewonnen haben. Viel wichtiger ist aber, dass wir damit unsere eigenen Arbeitsverhältnisse aus strahlenhygienischer Sicht verbessern konnten“, sagt Guido Kassner, Leitender MTA im Herzzentrum der Segeberger Kliniken.

Das Team um Kassner stand vor der Aufgabe, wie man die Strahlenbelastung bei Herzschrittmacher- und Defibrilatoreingriffen für den Operateur und das anwesende Assistenzpersonal reduzieren kann. Gerade bei diesen Eingriffen ist die Strahlenbelastung hoch, weil das Personal direkt neben der Röntgenquelle stehen muss. In diesem Zusammenhang haben Untersuchungen eine Korrelation von Strahlendosis und Linsentrübung (grauer Star) des Auges festgestellt. Die Aufgabe hatte darüber hinaus einen aktuellen Bezug, da der Gesetzgeber die Anforderungen zum Strahlenschutz an die Krankenhäuser erhöht hat.

Das Ergebnis der interdisziplinären Teamarbeit ist eine Strahlenschutzmatte, die um das sterile OP-Feld herumgelegt wird und so die Strahlendosis für das Personal in Augenhöhe um 60 Prozent verringert. Nach mehreren Testphasen ist die Matte nun in den Patientenbetrieb integriert. Die Arbeit im OP ist damit für das Personal wesentlich ungefährlicher geworden.

 

BU: Stolz auf den 1. Preis, v. li.: Cheyenne Zoch, Medizinische Fachangestellte, Annicka Schnack, OP-Schwester, Michaele Dohme, Medizinisch-technische Assistentin und der Leitende MTA, Guido Kassner.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Segeberger Kliniken gingen 1990 aus dem Rehabilitationszentrum Bad Segeberg hervor und sind heute das größte private Klinikunternehmen mit Sitz in Schleswig-Holstein. Für jährlich über 20.000 Patienten bietet die Klinikengrupe ein medizinisch ganzheitliches Leistungsangebot bestehend aus Prävention, Akutmedizin und Rehabilitation. In Fachzentren, Kliniken und Medizinischen Versorgungszentren sind 2.000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Klinik mit 1.050 Betten befindet sich in privater Trägerschaft und ist Eigentümer geführt.

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