Urologie: Neue Röntgenbildtechnik schont Patienten und liefert verbesserte Bildqualität

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Die Klinik für Urologie investiert in optimierte Röntgentechnik. Davon profitieren insbesondere Patienten mit aufwendigen Erkrankungen des Harntraktes.

Dort, wo die Spezialisten im Körper des Menschen operieren müssen, geht häufig nichts ohne eine hochwertige Bildqualität mittels Röntgenstrahlung. Das ist auch in der Urologie der Fall, wenn bei Patienten beispielsweise Nierensteine entfernt werden müssen. So wie bei Julia Bengtson: „Man kann sagen, ich habe einen ziemlich steinigen Weg hinter mir, auf dem ich vielfach untersucht wurde und auch häufiger mit meiner Erkrankung auf dem OP-Tisch lag. Deshalb bin ich sehr froh, dass ich hier in Segeberg mit der neuesten Technik behandelt werde“, sagt die 30-jährige Altenpflegerin.

Die junge Frau hat eine Odyssee duch verschiedene Krankenhäuser hinter sich. Sie leidet an einer besonders komplizierten Form von Nieren-, bzw. Harnsteinen. Sie zeichnen sich besonders dadurch aus, dass sie in wenigen Tagen sehr schnell nachwachsen und recht zahlreich in beiden Nieren vorliegen. Häufig sind sie von Harnwegsinfektionen begleitet, weil die Bakterien in den Harnsteinen eingeschlossen sind und dabei die Gefahr besteht, dass sie beim Abtragen der Steine zurückbleiben und schmerzhafte Infektionen verursachen. „Gerade in solchen Fällen, wo das Beseitigen der Steine aufwendig ist, braucht der Operateur ein gutes Sichtfeld. Dies erfolgt unter Röntgenbedingungen. Das heißt, der Patient wird während der Dauer der Prozedur immer wieder kurzen Röntgenstrahlen ausgesetzt. Und dies sollte natürlich so strahlungsarm geschehen wie irgend möglich“, sagt Chefarzt Dr. Rüdiger Gleichmann, Leiter der Klinik für Urologie in der Allgemeinen Klinik.

Deshalb bietet der Urologe seinen Patienten seit kurzum die schonenste und qualitativ beste Röntgenanlage, die zur Zeit auf dem Markt ist. Eine viertel Million € wurde dafür investiert. Das „Uroskop“ der Firma Siemens liefert hochauflösende Bilder des Harntraktes bei verringerter Strahlenexposition für Patient und medizinisches Personal und damit einhergehend reduzierter Untersuchungszeit. Es bietet dem Patienten einen freien Zugang, die Tischhöhe ist komfortabel anpassbar. „Wir sehen Niere, Harnleiter und Blase in einer Aufnahme. Dadurch müssen nicht drei Aufnahmen gemacht werden, bei denen der Patient vermehrter Strahlung ausgesetzt wäre. Außerdem können wir mehrere Bilder nebeneinander begutachten und so besser miteinander vergleichen“, zeigt sich Gleichmann begeistert.

Mehr als fünf Prozent der Bevölkerung haben in ihrem Leben mit Harnsteinen zu tun. Julia Bengtson hat noch eine Operation vor sich. Dabei werden die Steine, nach dem sie mittels Stoßwellentherapie zerkleinert wurden, unter Röntgendurchleuchtung durch eine Spiegelung der Niere durch den Harnleiter minimalinvasiv entnommen. Diese Kombination aus Spiegelung und Stoßwellentherapie bieten in Schleswig-Holstein nur eine überschaubare Anzahl von Kliniken. Die junge Frau ist dabei sehr tapfer und schaut nur noch nach vorn: „Ich möchte gesund werden und hoffe, dass ich nach Abschluss der letzten Behandlung auch einige Zeit von diesen Problemen befreit bin. Dafür will ich einiges tun, was Ernährung und Sport betrifft.“

 

 

 

Die Segeberger Kliniken gingen 1990 aus dem Rehabilitationszentrum Bad Segeberg hervor und sind heute das größte private Klinikunternehmen mit Sitz in Schleswig-Holstein. Für jährlich über 40.000 Patienten bietet die Klinikengrupe ein medizinisch ganzheitliches Leistungsangebot bestehend aus Prävention, Akutmedizin und Rehabilitation. In Fachzentren, Kliniken und Medizinischen Versorgungszentren sind 2.000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Klinik mit 1.000 Betten befindet sich in privater Trägerschaft und ist Eigentümer geführt.

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