Klinik für Psychosomatische Medizin und PsychotherapiePsychosomatische Rehabilitation

Rehabilitation in der Klinik für Psychosomatik

Wir machen Sie wieder leistungsfähig für Beruf und Alltag.

Die Psychosomatische Klinik der Segeberger Kliniken liegt eingebettet in die Landschaft des Naturparkes Holsteinische Schweiz in unmittelbarer Uferlage des großen Segeberger Sees. Von hier aus können Sie die Innenstadt von Bad Segeberg innerhalb weniger Minuten zu Fuß erreichen oder aber im Umfeld des Sees und den angrenzenden Waldflächen Ruhe und Erholung finden. Das ursprünglich durch seine Sole bekannte Heilbad ist zudem staatlich anerkannter Luftkurort. 


Die Abteilung für Rehabilitation der psychosomatischen Klinik mit aktuell 145 Betten in modernen Einzelzimmern bietet beste Voraussetzungen durch eine erfolgreiche Reha wieder in das häusliche und berufliche Umfeld zurückzukehren.
Im Unterschied zur psychosomatischen Krankenhausbehandlung steht neben der Wiederherstellung,  dem Erhalt oder der Besserung der seelischen und körperlichen Gesundheit insbesondere auch die Wiederherstellung und der Erhalt der beruflichen Leistungsfähigkeit im Vordergrund unserer therapeutischen Bemühungen.


Der ganzheitliche Behandlungsansatz der Klinik basiert im Wesentlichen auf dem biopsychosozialen Modell der ICF.

Die therapeutischen Kernangebote der Abteilung für Rehabilitation setzen sich wie folgt zusammen:

  • wöchentliche psychodynamisch orientierte oder verhaltenstherapeutische Einzelgespräche

  • Indikative Gruppentherapien zu Themen wie z.B. Depression, Schmerz, Angstbewältigung, Trauer und Achtsamkeit am Arbeitsplatz, Arbeit und Beruf etc. 

  • Themenoffene Gruppenpsychotherapie

  • übende Verfahren, wie progressive Muskelrelaxation, autogenes Training oder Qi Gong

Die Ausrichtung der Abteilung ist insgesamt Therapieschulen übergreifend, das heißt in den Behandlungsteams sind Kollegen mit verschiedensten therapeutischen Ausbildungs- Schwerpunkten vorhanden, wodurch die Krankheitsgeschichten der Patienten ganzheitlich besprochen werden.

Der therapeutische Schwerpunkt in der Rehabilitation liegt auf der Gruppentherapie; die Rehabilitation ist kein Ersatz für eine ambulante Richtlinienpsychotherapie. Daher empfehlen wir Patienten schon vor dem Antritt der Rehabilitationsmaßnahme nach einer entsprechenden Versorgung im ambulanten Umfeld zu suchen, um auch nach der Reha eine Kontinuität in der Behandlung zu gewährleisten.

Einen Großteil des Therapieplanes nehmen die co- therapeutischen Anwendungen aus dem Bereich der Ergotherapie, der Physiotherapie, der physikalischen Therapie und der Sporttherapie ein. 

Über individuelle Behandlungspfade wird ein störungsspezifischer und an den individuellen Leistungsmöglichkeiten orientierter Behandlungsplan erstellt- immer mit den Möglichkeiten der Einflussnahme seitens des Patienten im Sinne einer partizipativen Entscheidungsfindung.

Schwerpunkte:
Behandlung für Menschen mit Depressionen

Der überwiegende Teil unserer Patienten wird mit der Diagnose einer Depression zugewiesen. Wichtig in der Behandlung der Depression sind einerseits aktivierende Behandlungselemente und die Vermittlung von Wissen über die Erkrankung selbst. Ebenso gehört die Beratung zu einer Medikamentösen Einstellung oder die Überprüfung einer schon vorbestehenden Medikation dazu, genauso wie die Erlernung von Entspannungsverfahren und der Austausch mit Gleichbetroffenen über erfolgreiche Wege aus der Depression im Rahmen themenoffener und indikativer Gruppen.

Da sportliche Anwendungen direkte depressions- und angstlösende Effekte haben, finden sich auch solche Therapieelemente fast täglich in der Behandlung depressiver Rehabilitanden.

Behandlung von Patienten mit chronischen Schmerzen

Häufig hat der Schmerz bei Patienten mit lang anhaltenden Schmerzen die Alltagsgestaltung übernommen. Hinzu kommen oft schmerzbedingte Schlafstörungen oder auch Depressionen als Reaktion auf den chronischen Schmerz. 

Die Therapie- gepaart mit einer Überprüfung oder Neueinstellung der Medikation- besteht in der Teilnahme an Gruppen zu Themen wie aktiver Schmerzbewältigung, Schmerzentstehung, Individualität von Schmerz etc.

Schmerzpatienten werden im sogenannten Physiopfad der Abteilung behandelt, in dem das körperliche Belastungsniveau der begleitenden Therapien bereits auf die Schmerzen abgestimmt ist. Wir können auf eine große Vielfalt von Leistungen- einzeln und auch in der Gruppe- in der modernen physikalischen Therapie- Abteilung der Segeberger Kliniken zurückgreifen.

In der Ergotherapie können ergänzende Verfahren wie Körperwahrnehmung zur Anwendung kommen, ebenso Entspannungsverfahren wie PMR.

Behandlung von trauernden Patienten

Die Gründe für eine verlängerte oder komplizierte Trauer bei Patienten sind sehr vielfältig.

Wir behandeln hier schwerpunktmäßig verwaiste Eltern, die ihre Kinder verloren haben, Menschen deren Partner verstorben sind- häufig auch unter schwierigen Umständen, wie sie z.B. auch zuletzt der Pandemie unter CoVID-19 geschuldet sind. 

Neben der Therapiegruppe, in der gleich Betroffene in der Klinik zusammen behandelt werden, gibt es eine indikative Gruppe zum Thema Trauer, die begleitende Informationen zum Trauerprozess und dessen individueller Besonderheiten vermittelt.

Im Rahmen dieses Behandlungsangebotes können Familienangehörige gleichzeitig aufgenommen werden, sei es Eltern mit bereits erwachsenen Kindern, oder auch Elternteile die ihre Kinder verloren haben. Es hat sich gezeigt, dass betroffene Eltern bei gemeinsamer Behandlung hier zu mehr Akzeptanz finden können, in ihrer teilweise völlig unterschiedlichen Art zu trauern und so an der eigenen Beziehung festgehalten werden kann, die zuvor vielleicht schon infrage gestellt wurde. 

Ziel der Behandlung ist es, den Trauerprozess voranzubringen und es den Patienten zu ermöglichen, bestärkt wieder in ihr eigenes Umfeld zurückzukehren.

Behandlung für Menschen im Bereich der Psychodiabetologie/ Psychokardiologie/ Psychoneurologie

Die Klinik fokussiert hier auf die Behandlung von somato- psychischen Aspekten bei Menschen mit chronischen körperlichen Erkrankungen, insbesondere psychische Folgen neurologischer kardiologischer und diabetologischer Vorerkrankungen, wenn die organische Erkrankung nicht mehr völlig im Vordergrund der Behandlungsbemühungen steht.

Patienten mit neurologischen Grunderkrankungen werden hier von neurologisch erfahrenen Ärzten betreut, diabetologische Patienten werden in Kooperation mit der Diabetologie im allgemeinen Krankenhaus versorgt und Patienten mit kardiologischen Vorerkrankungen finden hier einen sicheren Ort wegen der Nähe zur großen akut- kardiologischen Abteilung auf dem gleichen Campus.

Es besteht ein intensiver Liaison – und Konsiliardienst zwischen allen Kliniken auf dem Campus der Segeberger Kliniken - auch die Möglichkeit zur akuten Zwischenbehandlung im Bedarfsfalle. 

Besondere berufliche Problemlagen (MBOR und BBPL)

In Absprache mit dem Rentenversicherungsträger und den Krankenkassen nimmt die Klinik bevorzugt sogenannte Eilfälle auf; hierbei handelt es sich um Menschen, die bereits längere Zeit krankheitsbedingt nicht erwerbstätig waren. Zukunftsängste und Unsicherheit prägen oft die aktuelle Lebenssituation, das Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit ging verloren. 

Mit Hilfe von kleineren beruflichen Belastungserprobungen im Rahmen der Ergotherapie und mithilfe ausführlicher Exploration der beruflichen Vorgeschichte und anderer wichtiger beeinflussender Kontextfaktoren soll hier für die Kostenträger eine Prognose erstellt werden, was die berufliche Leistungsfähigkeit des Versicherten in der Zukunft anbetrifft.

Neben einer genauen Diagnosefindung gehört ebenso dazu, dass die mögliche Schwere der psychischen Beschwerden in Zusammenhang gestellt wird zu den noch vorhandenen Restfertigkeiten des Patienten und den Anforderungen in seinem beruflichen Umfeld.

Insbesondere in den interdisziplinären Fallkonferenzen der Abteilung wird versucht, die Arbeits- und Lebenssituation der Patienten möglichst genau herauszuarbeiten und in der Chefarztvisite und den Kontakten mit dem Sozialdienst entsprechende Möglichkeiten im System zugänglich zu machen, die für eine Rückkehr in das Erwerbsleben hilfreich sind, wenn bspw. die derzeitige Leistungsfähigkeit nicht mehr zu den Anforderungen des letzten Arbeitsplatzes passt.

Übersicht der Behandlungsschwerpunkte:

Akut

  • Depressionen
  • Ängste
  • chronische Schmerzen
  • Reaktive seelische Leiden
  • bei körperlichen Erkrankungen
  • Krisen im Jungerwachsenenalter
  • akute Trauer
  • Traumafolgestörungen
  • Persönlichkeitsstörungen

Reha

  • Depressionen
  • Ängste
  • chronische Schmerzen
  • Psychokardiologie
  • Psychodiabetologie
  • Psychoneurologie
  • Trauer
  • MBOR / berufliche Probleme

Anmeldung und Antragsverfahren:

Die Kostenträger für die Heilverfahren sind üblicherweise bei Erwerbstätigen die zuständigen Rentenversicherungsträger oder die Krankenkassen bei Rentnern oder sehr jungen Patienten.

Formulare zur Beantragung einer medizinischen Reha über den Rentenversicherungsträger finden Sie hier:

Wenn Sie gezielt die Zuweisung in die Segeberger Kliniken wünschen, weil es hier Behandlungs- Schwerpunkte gibt, die sie für ihre individuelle Situation besonders geeignet halten, so können Sie in Ihrem Antrag auf medizinische Rehabilitation auf das sogenannte Wunsch- und Wahlrecht verweisen, was die Wahrscheinlichkeit deutlich erhöht, in Ihre Wunschklinik zu kommen.

 

Anträge auf medizinische Reha über die Krankenkasse füllt üblicherweise Ihr behandelnder Arzt aus, hierfür gibt es entsprechende Formblätter. 

Nach Erhalt der Kostenzusage nimmt die Aufnahme der Klinik mit Ihnen einen ersten Kontakt auf.

TeamDas Team der Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie

Damit Sie wissen, mit wem Sie es während Ihres Aufenthalts bei uns zu tun haben, stellen wir Ihnen unsere Ärzte gerne vor.

Chefärztin Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Dr. med. Christiane Ihlow
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
Sozialmedizin/Suchtmedizinische Grundversorgung/Medizinische Sachverständige CPU ®
Sekretariat Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Ariane Bunz-Franzenburg
Chefarztsekretärin
1. Leitender Psychologe
Dipl. Psych. Oliver Bohlen
Psychologischer Psychotherapeut Verhaltenstherapie, Supervisor/IFT
Oberärztin
Katrin Feiks
Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Oberarzt
Dr. Reinhard Fröschlin
Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und Rehabilitationswesen
Leitende Psychologin
Dipl. Psych. Nazifé Koc
Psychologische Psychotherapeutin Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie