Knieschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden des Bewegungsapparates. Schätzungen zufolge leiden rund 20 bis 25 Prozent der Erwachsenen regelmäßig unter Schmerzen im Kniegelenk. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko deutlich an, insbesondere durch Arthrose, aber auch Sportverletzungen oder Fehlstellungen können die Ursache sein.
„Viele Menschen nehmen Knieschmerzen über Monate oder sogar Jahre hin und schränken ihren Alltag immer weiter ein. Dabei stehen heute zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, mit denen wir Schmerzen lindern und die Beweglichkeit erhalten können“, so Herr Dr. med. Philipp Alexander Inden, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie der Segeberger Kliniken.
Ursache entscheidet über die Behandlung
Knieschmerzen können ganz unterschiedliche Ursachen haben, von Meniskus- oder Bandverletzungen über Knorpelschäden bis hin zur Arthrose, dem Verschleiß des Gelenkknorpels. Gerade nach einem Unfall oder einer Sportverletzung sollte eine zeitnahe Untersuchung erfolgen, um Folgeschäden zu vermeiden.
„Eine präzise Diagnose ist die Grundlage jeder erfolgreichen Therapie. Erst wenn wir die Ursache kennen, können wir gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten die individuell beste Behandlung auswählen“, erklärt Herr Dr. Inden
Konservative Behandlungsmethoden
Ist bereits eine Arthrose entstanden, müssen nicht sofort operative Maßnahmen erfolgen. In vielen Fällen lassen sich die Beschwerden zunächst erfolgreich konservativ behandeln. Zum Einsatz kommen unter anderem Physiotherapie, physikalische Anwendungen, Einlagen oder Orthesen sowie Gelenkinjektionen mit Hyaluronsäure oder entzündungshemmenden Medikamenten.
Auch moderne Verfahren erweitern heute die Behandlungsmöglichkeiten. Dazu zählt beispielsweise die transarterielle perkutane Embolisation (TAPE), ein minimalinvasives Verfahren zur Schmerzbehandlung bei ausgewählten Patientinnen und Patienten. „Vor einer Operation sollten zunächst alle sinnvollen konservativen Möglichkeiten ausgeschöpft werden“, betont Herr Dr. Inden.
Operative Lösungen, wenn sie sinnvoll sind
Reichen konservative Maßnahmen nicht mehr aus, stehen verschiedene operative Verfahren zur Verfügung. Bei einer Fehlstellung des Beines kann eine Achskorrektur die Belastung des Kniegelenks dauerhaft verbessern und Beschwerden deutlich reduzieren.
Ist die Arthrose bereits weit fortgeschritten, kann ein künstlicher Gelenkersatz die Lebensqualität nachhaltig steigern. Vor jeder Operation erfolgt eine sorgfältige Analyse der Beschwerden, möglicher Begleiterkrankungen sowie eine individuelle Planung der optimalen Implantatversorgung. Wenn nur ein Teil des Kniegelenks betroffen ist, kann häufig eine sogenannte Schlittenprothese eingesetzt werden. Dieses Verfahren ist weniger invasiv als ein vollständiger Gelenkersatz und ermöglicht häufig eine schnellere Erholung.
„Dank moderner Operationsverfahren, einer optimierten Schmerztherapie und einer frühzeitigen Mobilisation können unsere Patientinnen und Patienten heute deutlich schneller wieder in ihren Alltag zurückkehren als noch vor wenigen Jahren“, so Herr Dr. Inden. Die Spezialisten der Segeberger Kliniken empfehlen, akute oder länger anhaltende Knieschmerzen nicht zu ignorieren.
„Je früher wir die Ursache erkennen, desto größer sind häufig die Chancen, das Gelenk langfristig zu erhalten und eine Operation zu vermeiden. Deshalb sollte niemand dauerhafte Knieschmerzen einfach als normale Alterserscheinung hinnehmen“, betont Herr Dr. Inden.
Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie der Segeberger Kliniken
Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie der Segeberger Kliniken vereint hohe Fachkompetenz mit modernsten Behandlungsmethoden. Das Team aus erfahrenen Spezialisten deckt das gesamte Spektrum der orthopädischen und unfallchirurgischen Versorgung ab – von der konservativen Therapie bis hin zu komplexen operativen Eingriffen.
Durch die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fachabteilungen und den Einsatz innovativer Technologien setzen die Segeberger Kliniken neue Maßstäbe in der Patientenversorgung. Ziel ist es, Mobilität, Schmerzfreiheit und Lebensqualität nachhaltig wiederherzustellen.