Das Allgemeine Krankenhaus der Segeberger Kliniken hat ein neues Computertomographie-Gerät (CT) in Betrieb genommen. Die hochmoderne Technik verbessert die Schlaganfall-Diagnostik erheblich und leistet einen wichtigen Beitrag zur schnellen und zielgerichteten Akutversorgung.
Mehr Präzision durch erweiterte Bildgebung
Das neue CT ermöglicht eine deutlich verbesserte Perfusionsdiagnostik. Dabei wird die Durchblutung des Gehirns durch ein Kontrastmittel in Echtzeit sichtbar gemacht. Unter Perfusion versteht man die Versorgung von Organen oder Gewebe mit Blut – und damit mit Sauerstoff und Nährstoffen. Im Fall eines Schlaganfalls ist diese Durchblutung oft gestört oder unterbrochen. Das neue Verfahren zeigt genau, welche Bereiche des Gehirns noch ausreichend durchblutet sind und welche nicht mehr versorgt werden.
Ein entscheidender Fortschritt: Größere Hirnareale können nun in kurzer Zeit untersucht und beurteilt werden. So lässt sich präziser und schneller feststellen, welche Regionen des Gehirns noch gerettet werden können und welche bereits geschädigt sind.
„Dank der erweiterten Bildgebung können wir Schlaganfallpatienten noch gezielter behandeln. Die präzisere und erweiterte Perfusionsdiagnostik bedeutet, größere Hirnareale in der Akutversorgung genau zu erfassen. Das eröffnet neue Möglichkeiten in der Schlaganfallversorgung. Wir können nicht nur schneller reagieren, sondern unsere Therapieentscheidungen auch wesentlich individueller auf den einzelnen Patienten abstimmen. Das ist ein großer Gewinn für die Betroffenen“, erklärt Prof. Dr. med. Björn Hauptmann, Klinikdirektor und Chefarzt des Neurologischen Zentrums der Segeberger Kliniken.
Stroke Unit: Schnelle Hilfe rund um die Uhr
Die spezialisierte Stroke Unit der Segeberger Kliniken ist auf die akute Behandlung von Schlaganfallpatienten ausgelegt. Hier arbeitet ein interdisziplinäres Team aus Neurologen, Kardiologen, Radiologen, Pflegefachkräften und Therapeuten eng zusammen.
Modernste Technik wie das neue CT unterstützt dabei die schnelle Diagnose und Therapieeinleitung. Ergänzt wird die Akutversorgung durch eine enge Anbindung an die neurologische Rehabilitation. So können Patienten in den Segeberger Kliniken nahtlos vom Notfall bis zur Wiedereingliederung in den Alltag betreut werden.
Neurologisches Zentrum mit umfassendem Versorgungskonzept
Das Neurologische Zentrum der Segeberger Kliniken ist akademisches Lehrkrankenhaus der Universitäten Lübeck, Kiel und Hamburg und zählt mit über 300 Betten zu den größten neurologischen Akut- und Rehaeinrichtungen Deutschlands.
Behandelt werden unter anderem Schlaganfälle, Parkinson-Syndrome, Multiple Sklerose, Epilepsie, Hirnverletzungen, neuroonkologische Erkrankungen und entzündliche Erkrankungen des Nervensystems.
Neben der Akutversorgung ist die Rehabilitation ein zentraler Bestandteil: Spezialisierte Therapeuten begleiten die Patienten auf ihrem Weg zurück in die Selbstständigkeit. Eng vernetzt mit weiteren Fachbereichen der Segeberger Kliniken setzt das Neurologische Zentrum auf eine ganzheitliche Betreuung und hohe Versorgungsqualität, um die Lebensqualität der Patienten nachhaltig zu verbessern.